Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
ISO 8859-15

ISO 8859-15

ISO 8859-15, genauer ISO/IEC 8859-15 auch bekannt als Latin-9, ist ein von der ISO zuletzt 1999 aktualisierter Standard für die Informationstechnik zur Zeichenkodierung mit acht Bit und der fünfzehnte Teil der Normenfamilie ISO/IEC 8859. ISO 8859-15 versucht möglichst viele Sonderzeichen vorwiegend westeuropäischer Sprachen abzudecken und deckt im Gegensatz zu ISO 8859-1 auch Französisch und Finnisch komplett ab und beinhaltet das Eurosymbol. Windows-1252 deckt den Zeichenvorrat beider ISO-8859-Zeichensätze ab, aber nur die aus Latin-1 an denselben Positionen; in Latin-9 hinzugekommene Zeichen befinden sich dort im Bereich 0x80–9F.

Tabelle

SP (0x20, "space") ist das Leerzeichen, NBSP (0xA0, "non-breaking space") das feste Leerzeichen und an 0xAD ist der bedingte Trennstrich (SHY, "soft hyphen"), der normalerweise nur am Zeilenende sichtbar ist.

ISO 8859-15 vs. -1 vs. Windows-1252

Siehe auch


- MacRoman

Weblinks


- [ftp://ftp.unicode.org/Public/MAPPINGS/ISO8859/8859-15.TXT Mapping bei Unicode.org] 15

International Organization for Standardization

Die Internationale Organisation für Normung, Kurzbezeichnung ISO, ist die internationale Vereinigung von Normungsorganisationen aus über 150 Ländern. Die ISO erarbeitet internationale Normen (engl. standards) in allen Bereichen mit Ausnahme der Elektrik und der Elektronik, für die die IEC zuständig ist. Es gibt technische (z.B. MP3 oder Telefonkarten), klassifikatorische (z.B. Ländercodes wie .de, .nl, .jp) und Verfahrensstandards (z.B. Qualitätsmanagement nach ISO 9000). Internationale Normen werden in Englisch veröffentlicht. Die englische Bezeichnung der ISO lautet International Organization for Standardization. Die nationalen Normungsorganisationen sind für Übersetzungen internationaler Normen verantwortlich. Jedes Mitglied der ISO vertritt ein Land, und aus jedem Land kann es nur ein Mitglied geben. Der DIN Deutsches Institut für Normung e. V. (DIN) ist seit 1951 Mitglied der ISO für die Bundesrepublik Deutschland.

Die Kurzbezeichnung ISO

Übersetzungen des Namens Internationale Organisation für Normung ergeben verschiedene Abkürzungen, abhängig von der Sprache, zum Beispiel ION in Deutsch, IOS in Englisch, OIN in Französisch. Deshalb wählte man die einheitliche Kurzbezeichnung ISO, welche vom griechischem Wort "isos" abstammt, das „gleich“ bedeutet. Somit ist die Kurzbezeichnung in jedem Land und jeder Sprache einheitlich.

Wichtige Normen

Einige wichtige Normen oder Standards der ISO sind
- ISO 31 Größen und Einheiten (Quantities and Units)
- ISO 1000 SI-Einheiten und Empfehlungen für den Gebrauch ... (SI units and recommendations for the use of their multiples and of certain other units)
- ISO 129-1 Technische Zeichnungen - Eintragung von Maßen und Toleranzen - Teil 1: Allgemeine Grundlagen
- ISO 216 Papierformate
- ISO 639 (ersetzt durch ISO 639-1) Sprachnamen (language names)
- ISO 646 IA5: 7-Bit-Code für Informationsaustausch
- ISO 1043 Kennzeichnung von Polymerteilen
- ISO 3166 (ersetzt durch ISO 3166-1) Ländercodes (country codes)
- ISO 3297 ISSN
- ISO 4217 Währungscodes (currency codes)
- ISO 5800 Farb-Filmempfindlichkeit
- ISO 7098 Romanisierung des Chinesischen (Pinyin)
- ISO 8331 Leitfaden zur Auswahl, Lagerung, Verwendung und Instandhaltung von Gummi- und Kunststoffschläuchen und Schlauch-Baugruppen
- ISO 8601 International Standard Date and Time Notation
- ISO/IEC 8652 Die Programmiersprache Ada 95
- ISO 8859 Zeichensätze, die ASCII als Untermenge beinhalten (z.B. ISO-8859-1, ISO-8859-2)
- ISO 8879 Standard Generalized Markup Language (SGML)
- ISO 9000 Qualitätsmanagement mit Hilfe der Qualitätssicherungsnormen (incl. ISO 9000-9004)
- ISO 9241 Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten
- ISO 9660 Dateisystem für CD-ROMs
- ISO 9899 Die Programmiersprache C
- ISO 10149 (Yellow Book): Physikalisches Format von CD-ROMs
- ISO/IEC 10179:1996 Document Style Semantics and Specification Language (DSSSL)
- ISO 10303 STandard for the Exchange of Product model data (STEP)
- ISO 10646 Universal Character Set (UCS)
- ISO 10965 Texilte floor coverings
- ISO 10599 Autoradios, u.A. Antennenstecker
- ISO 11656 Maschinenteil in Kontakt mit textilen Behandlungsölen
- ISO 11898-1 Road vehicles - Controller area network (CAN) - Part 1: Data link layer and physical signalling
- ISO/IEC 12207 Information Technology - Software Life cycle processes
- ISO 13406-2 Ergonomie von LCD-Bildschirmen
- ISO 14001 - ISO 14064 Umweltmanagementsystem
- ISO 14040 - ISO 14043 Ökobilanzierung
- ISO 14772 Virtual Reality Modelling Language VRML
- ISO/DIS 14825 Geographic Data Format
- ISO/IEC 14882 Die Programmiersprache C++
- ISO 15489 Records Management (siehe auch Records Management beim Enterprise Content Management)
- ISO 15504 Software Process Improvement and Capability dEtermination (SPICE)
- ISO 16845 Road vehicles - Controller area network (CAN) - Conformance test plan
- ISO 17421 OAIS Open Archive Information System, Norm für elektronische Archivsysteme
- ISO/IEC 17799 Information technology - Code of Practice for Information Securirty Management
- ISO 19005 PDF/A normiertes PDF
- ISO 191xx Eine Normenfamilie zum Aufbau von Geoinformationen
- ISO 19107 Geographic Information - Spatial Schema (Raumbezug von Geoinformationen)
- ISO 19109 Geographic Information - Rules for application schema (Regeln zum Erstellen von Anwendungsschemata)
- ISO/IEC 23270 Die Programmiersprache C#

Siehe auch


- Liste von Standards
- OSI-Modell
- Isoimage
- Standardisierung

Weblinks


- http://www.iso.org/ Kategorie:Normungsorganisation ! ja:国際標準化機構 ko:국제 표준화 기구 zh-min-nan:ISO

1999

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 1999 ist „Internationales Jahr der Senioren“ von den Vereinten Nationen
- Die Silberweide (Salix alba) ist Baum des Jahres (Kuratorium Baum des Jahres/Deutschland)
- Der Satansröhrling (Boletus satanas) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Die Goldammer (Emberizidae citrinella) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Bocks-Riemenzunge (Himantoglossum hircinum) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Fischotter (Lutra lutra) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)

Politik


- 1. Januar: Ruth Dreifuss wird die erste Bundespräsidentin der Schweiz
- 1. Januar: Polen reduziert im Rahmen einer Verwaltungsreform die Anzahl der Regionen (Woiwodschaften) von 49 auf 16
- 2. Januar: Ein Büro der OSZE wird in Bischkek, Kirgisistan, eröffnet
- 2. Januar: Osama bin Laden bekennt sich zu den Bombenanschlägen auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam
- 2. Januar: Juan José Ibarretxe wird Ministerpräsident der spanischen Autonomen Region des Baskenlandes
- 10. Januar: Parlamentswahlen in Kasachstan
- 23. Januar: Aussetzung der Wirtschaftssanktionen gegen Burundi
- 2. Februar: Hugo Rafael Chávez Frías wird Staatspräsident von Venezuela
- 7. Februar: Tod König Husseins von Jordanien
- 21. Februar: Die Opposition in Togo blockiert die Parlamentswahlen
- 26. Februar: Iran. Erste Kommunalwahlen
- 27. Februar: König Abdullah II. wird Staatspräsident in Jordanien
- 6. März: Kambodscha. Ta Mok, letzter Führer der Khmer Rouge (Roten Khmer) wird festgenommen
- 11. März: Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine tritt nach Richtungsänderung der Regierung von allen seinen Ämtern ab
- 7. März: Parlamentswahlen in Äquatorialguinea
- 12. März: NATO-Osterweiterung: Polen, Tschechien und Ungarn treten der NATO bei
- 16. März: Die Mitglieder der Europäischen Kommission treten nach Korruptionsvorwürfen zurück
- 23. März: Paraguay. Ermordung von Vizepräsident Dr. Luis Argaña
- 24. März: Beginn des NATO-Einsatzes und der NATO-Luftschläge gegen Jugoslawien
- 24. März: Der EU-Rat einigt sich auf Romano Prodi als neuen EU-Kommissionspräsidenten
- 25. März: Das Investitionsschutz- und -förderabkommen zwischen dem Libanon und Deutschland tritt in Kraft
- 28. März: Paraguay. Der Staatspräsident Cubas Grau tritt zurück
- 28. März: Luis Angel González Macchi wird Staatspräsident in Paraguay
- 1. April: Kanada. Gründung des Territoriums Nunavut
- 9. April: Republik Niger. Ermordung Staatspräsident Baré
- 27. April: Georgien wird Mitglied des Europarats
- 30. April: Kambodscha erhält die Vollmitgliedschaft in der ASEAN (Assoziation südostasiatischer Staaten)
- 30. April: Militärputsch auf den Komoren. Die Regierung wird aufgelöst
- 1. Mai: Nauru wird Vollmitglied des Commonwealth of Nations
- 8. Mai: Ismail Omar Guelleh wird Staats- und Regierungspräsident in Dschibuti
- 17. Mai: Staatsbesuch von Bundespräsident Roman Herzog in Litauen
- 18. Mai: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Kuwait
- 23. Mai: 50-jähriges Jubiläum der Gründung der Bundesrepublik Deutschland
- 23. Mai: Johannes Rau wird zum Bundespräsidenten gewählt
- 28. Mai: Dr. Rudolf Schuster wird Staatspräsident der Slowakei
- 29. Mai: Nigeria wird zur Bundesrepublik mit Präsidialdemokratie. Staatspräsident wird Olusegun Obasanjo
- 7. Juni: Indonesien Erste freie Wahlen
- 9. Juni: Ruanda. Verlängerung der politischen Übergangsphase
- 10. Juni: Mazedonien nimmt den Stabilitätspakt in Köln, Deutschland, an
- 10. Juni: Einstellung der NATO-Luftschläge in Jugoslawien
- 12. Juni: NATO-Truppen marschieren in den Kosovo ein
- 13. Juni: Einmarsch der ersten mit UN-Mandat ausgestatteten KFOR-Truppen in das Kosovo
- 15. Juni: Armenien. Vasgen Sarkissian wird Regierungschef
- 19. Juni: G7-Gipfel in Köln beschließt die Kölner Schuldeninitiative begleitet von der Menschenkette der Erlassjahr-Kampagne
- 24. Juni: Deutschland bringt die Altauto-Richtlinie der EU zu Fall
- 1. Juli: Das Kooperationsabkommen zwischen dem Jemen und EG tritt in Kraft
- 1. Juli: Inkrafttreten des Partnerschafts- und Kooperationsabkommens zwischen der EU und Kasachstan
- 1. Juli: Partnerschafts- und Kooperationsabkommen zwischen Kirgisistan und der EU
- 1. Juli: Inkrafttreten des Partnerschafts- und Kooperationsabkommens zwischen der EU und Kirgisistan
- 1. Juli: Simbabwe. Tod von Vizepräsident Joshua Nkomo
- 7. Juli: Lettland. Vaira Vīķe-Freiberga wird Staatspräsidentin
- 26. Juli: Als erster ranghoher Vertreter der Palästinenser besucht der palästinensische Parlamentspräsident Ahmed Kurie das israelische Parlament
- 29. Juli: Stabilitätsgipfel in Sarajevo, Mazedonien
- 7. August: Jean-Claude Juncker wird erneut als Premierminister von Luxemburg vereidigt
- 12. August: Tadschikistan. Nach Parteienverbot können sich jetzt alle Parteien registrieren lassen
- 1. September: Sellapan Rama Nathan wird Staatspräsident in Singapur
- 7. September: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Usbekistan
- 8. September: Die Annäherung der Schweiz an die EU wird vom Parlament unterstützt
- 14. September: Nauru wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 14. September: Kiribati wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 19. September – Bei der Landtagswahl in Sachsen verteidigt die CDU ihre absolute Mehrheit, die SPD erhält nur noch etwas mehr als 10 %, die PDS gewinnt hinzu
- 20. September: Palau wird Mitglied in der UNESCO
- 23. September: Erste Direktwahl des Staatspräsidenten im Jemen. Staatspräsident Ali Abdullah Saleh wird im Amt bestätigt
- 26. September: Ägypten. Präsident Muhammad Husni Mubarak wird durch ein Referendum für eine vierte, sechsjährige Amtsperiode bestätigt
- 30. September: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Tschechien, in Kraft seit dem 15. Juni 2001
- 3. Oktober: Parlamentswahlen in Österreich
- 12. Oktober: Das Parlament von Pakistan wird nach einem unblutigen Militärputsch suspendiert; General Pervez Musharraf übernimmt die Macht
- 15. Oktober: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beschließt die Einrichtung eines Verbindungsbüros in Angola
- 19. Oktober: Mikronesien wird Mitglied in der UNESCO
- 20. Oktober: Indonesien. Abdurrahman Wahid wird zum Präsidenten gewählt
- 24. Oktober: Tunesien. Zine El Abidine Ben Ali wird als Staatspräsident in seinem Amt bestätigt
- 27. Oktober: Armenien. Terroranschlag auf das Parlamentsgebäude. Der Parlamentspräsident, der Regierungschef, zwei Stellvertreter, ein Minister und 4 Abgeordnete werden erschossen
- 30. Oktober: Kaimaninseln werden assoziiertes Mitglied in der UNESCO
- 31. Oktober: Georgien. Zweite demokratische Parlamentswahlen
- 2. November: Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Dominique Strauss-Kahn tritt aufgrund eines Korruptionsverdachts zurück
- 3. November: Armenien. Aram Sarkissian wird zum Regierungschef ernannt
- 4. November: Albanien. Ilir Meta wird als Ministerpräsident vom Parlament bestätigt
- 4. November: Mexiko nimmt Beobachterstatus im Europarat ein
- 6. November: Emomali Rachmonow wird als Staatspräsident in Tadschikistan in seinem Amt bestätigt
- 6. November: Präsidentschaftswahlen in Tadschikistan
- 14. November: Wiederwahl von Leonid Kutschma als Staatspräsident der Ukraine
- 16. November: Ibero-Amerika-Gipfel in Havanna, Kuba
- 17. November: Tunesien. Mohamed Ghannouchi wird Ministerpräsident
- 18. November: OSZE-Gipfeltreffen in Istanbul
- 19. November: Russland zieht sein Militär aus Georgien ab
- 24. November: Mamadou Tandja wird Staatspräsident der Republik Niger
- 24. November: Republik Niger. Erneute Präsidentschaftswahlen
- 26. November: Der niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Glogowski (SPD) tritt nach Vorwürfen privater Vorteilnahme zurück
- 1. Dezember: Nordirland erhält nach 27 Jahren britischer Herrschaft seine Autonomie zurück
- 7. Dezember: Gerhard Schröder wird mit 86,3 % der Stimmen als Parteivorsitzender beim Bundesparteitag der SPD bestätigt
- 8. Dezember: Kroatien. Tod von Staatspräsident Franjo Tudjman
- 10. Dezember: Albanien. Das Verfassungsgericht erklärt die Todesstrafe für verfassungswidrig
- 10. Dezember: Beschluss des Europarats in Helsinki, Finnland, über die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit Bulgarien
- 10. Dezember: Helen Clark wird Premierministerin in Neuseeland
- 11. Dezember: Türkei stellt den Antrag auf Beitritt zur EU
- 12. Dezember: Aserbaidschan. Erste Kommunalwahlen
- 14. Dezember: Das Abkommen „Gemeinsame Strategie EU-Ukraine“ zwischen der EU und der Ukraine wird unterzeichnet
- 15. Dezember: Venezuela. Aufgrund wochenlanger, ungewöhnlich intensiver Regenfälle kam es in der Küstenregion zu katastrophalen Erdrutschen. Vor allem in dem vor Caracas gelegenen Bundesstaat Vargas wurden mehrere Ortschaften zum Teil völlig von Schlamm- und Geröllmassen begraben. Schätzungen sprechen von bis zu 50.000 Toten, über 200.000 Menschen wurden obdachlos
- 15. Dezember: Israel und Syrien nehmen nach vier Jahren wieder Friedensverhandlungen auf
- 19. Dezember: Boris Trajkovski wird Staatspräsident in Mazedonien
- 19. Dezember: Wahl einer neuen Duma in Russland
- 20. Dezember: Rückgabe von Macau an die Volksrepublik China
- 21. Dezember: Frau Chandrika Bandaranaike Kumaratunga wird als Staatsoberhaupt in Sri Lanka in ihrem Amt bestätigt
- 23. Dezember: Côte d'Ivoire. Putsch des Militärs
- 26. Dezember: Portugal übergibt Macau an die Volksrepublik China
- 30. Dezember: Eine neue Verfassung tritt in Venezuela in Kraft
- 31. Dezember: Hama Amadou wird Regierungschef der Republik Niger
- 31. Dezember: Wladimir Putin wird Präsident Russlands
- 31. Dezember: Russland. Präsident Boris Jelzin tritt zurück
- In Deutschland erschüttert eine Spendenaffäre die CDU

Wirtschaft


- 1. Januar: Der Euro wird in elf Staaten der EU als Buchgeld eingeführt. In Belgien wird der belgische Franc offiziell durch den Euro ersetzt
- 1. Januar: Finnland wird Mitglied der Europäischen Währungsunion
- 15. Januar: Die Zentralbank Brasiliens gibt den Wechselkurs des „Real“ frei
- 28. Januar: Volvo verkauft seine Automobilproduktion an die Ford Motor Company
- 10. Februar: Die Aktien der Air France werden ans Publikum verkauft
- 19. Februar: Öffnung der Strommärkte in der Europäischen Union
- 26. März: Renault kauft 36,8 % von Nissan
- 2. Juli: Renault kauft 51 % von Dacia
- 13. Juli: Rhône Poulenc und Hoechst fusionieren zu Aventis
- 3. September: Die Deutsche Mark wird offizielle Währungseinheit im Kosovo
- 29. September: in Deutschland wird der letzte Gießereikoks produziert
- 30. November: Der Atomreaktor Barsebäck I bei Malmö, Schweden, wird stillgelegt

Wissenschaft und Technik


- 7. Februar: Start der NASA-Raumsonde Stardust zur Erforschung von Kometen
- 16. Februar: Ringförmige Sonnenfinsternis über Australien
- 26. März: Der Wurm Melissa verbreitet sich über das Internet
- 4. Juli: Zwei Schatzsucher finden die Himmelsscheibe von Nebra
- 11. August: Totale Sonnenfinsternis über Europa (u. a. Deutschland), sowie dem westlichen Asien
- 4. September: Einweihung der neue Langwellen-Sendeanlage des polnische Rundfunks in Solec Kujawski. Diese Anlage ist der Nachfolger der Sendeanlage in Konstantynów, deren Sendemast, das bis heute höchste Bauwerk der Erde, bei Renovierungsarbeiten 1991 einstürzte
- 20. Dezember: Start des NASA-Satelliten ACRIMSat zur Erforschung der Energieabstrahlung der Sonne
- 25. Dezember: Das Weltraumteleskop Hubble wird erfolgreich repariert

Kultur


- 16. September: Uraufführung der Oper What Next? von Elliott Carter in Berlin
- 13. Oktober: Gründung des Bistum Witebsk
- Erstmaliges stattfinden der Ortung Schwabach
- Erstmalige Verleihung des Hanna-Strack-Preis

Katastrophen


- 25. Januar: Erdbeben der Stärke 6,2 in Kolumbien, 1.185 Tote
- 2. Februar: Luanda, Angola. Eine Antonow An-12 Frachtmaschine stürzte kurz nach dem Start in bewohntes Gebiet. 30 Personen starben
- 11. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 6,0 in Afghanistan. 70 Tote
- Februar, März: In Bovenkarspel (Niederlande) werden 230 Besucher einer Messe krank durch einen Ausbruch der Legionärskrankheit. Von ihnen sterben 28 an der Seuche
- 23. Februar: 31 Menschen sterben bei einem Lawinenunglück in Galtür
- 7. März: Neu Delhi, Indien. Eine Militärmaschine stürzte in ein kleines Dorf. 21 Menschen starben 24. März: Flammeninferno im Montblanc-Tunnel. 41 Tote
- 28. März: Ein Erdbeben der Stärke 6,6 in der Region Xinjiang, Volksrepublik China, und Indien. 100 Tote
- 12. April: In Wuppertal stürzt die Schwebebahn ab, weil eine Stahlkralle am Gerüst vergessen wurde. 5 Menschen sterben, 47 werden verletzt
- 20. April: Zwei Schüler laufen an der Columbine Highschool in Littleton (Colorado) Amok und töten 12 Schüler, einen Lehrer sowie sich selbst
- 30. April: Bei einem US-amerikanischen Luftangriff wird der Fernsehturm Belgrad-Avala zerstört
- 6. Mai: Ein Erdbeben der Stärke 6,2 im Iran. 26 Tote
- 22. Mai: Pfingsthochwasser von Isar und Amper
- 29. Mai: Riesiges Flammeninferno im österreichischen Tauerntunnel
- 1. Juni: Eine McDonnell Douglas MD-82 der American Airlines setzte durch Gewitter und heftigen Wind hart auf dem Flughafen von Little Rock, Arkansas, USA, auf und zerbrach in mehrere Teile. 12 der 143 Personen ließen ihr Leben
- 15. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 7,5 in Mexiko. 20 Tote
- 17. August: Erdbeben der Stärke 7,6 im Nordwesten der Türkei mit dem Epizentrum Nähe der Stadt İzmit, etwa 18.000 Tote und 44.000 Verletzte
- 22. August: Hongkong, Volksrepublik China. Eine McDonnell Douglas MD-11 der China Airlines wird während eines Tropensturms und starkem Regen beim Landeanflug auf ca. 20 m Höhe über Grund von einer Windböe erfasst, auf den Rücken gedreht und neben der Landebahn zu Boden geworfen. Bei dem Unglück sterben 3 von 315 Passagieren, was einem Wunder gleicht
- 31. August: Buenos Aires, Argentinien. Eine Boeing 737 der Lineas Aereas Privadas Argentinas, mit annähernd 100 Menschen an Bord, schoss beim Start über die Start- und Landebahn hinaus auf einen Golfplatz, wo sie Feuer fing. 80 Menschen starben, 26 konnten zum Teil mit schweren Verletzungen gerettet werden
- 5. September: Katmandu, Nepal. Eine kleine Verkehrsmaschine streifte einen Telekommunikationsturm und stürzte ab. Alle 15 Menschen an Bord starben
- 7. September: Ein Erdbeben der Stärke 6,0 in Griechenland. 143 Tote
- 20. September: Erdbeben der Stärke 7,7 auf Taiwan, 2.297 Tote
- 30. September: Ein Erdbeben der Stärke 7,5 in Oaxaca, Mexiko. 35 Tote
- 5. Oktober: Zugunglück in London, England, 30 Tote und 245 Verletzte
- 31. Oktober: Eine Boeing 767, Flugnummer 990, der Luftfahrtgesellschaft Egypt Air stürzte auf dem Flug von New York City (USA) nach Kairo (Ägypten) ab. Der Absturzort liegt knapp 100 km vor der Küste von Massachusetts. Das Flugzeug ging kurz vor Absturz in einen von dem Co-Piloten ausgelösten Sturzflug über; alle 217 Menschen an Bord kamen beim Aufprall auf die Meeresoberfläche ums Leben
- 9. November: Uruapan, Mexiko. Eine Douglas DC-9 explodierte in der Luft etwa 10 km nach dem Start südwestlich der Stadt Uruapan. Die Maschine stürzte in eine Gebirgsregion etwa 250 km von Mexiko-Stadt entfernt. Alle 18 Personen an Bord starben
- 12. November: Erdbeben im Nordwesten der Türkei, etwa 370 Tote
- 2. Dezember: Eine Gasexplosion bringt im niederösterreichischen Wilhelmsburg ein Wohnhaus zum Einsturz und fordert zehn Menschenleben
- 5. Dezember: Flughafen Domodedovo, Moskau, Russland. Eine Iljuschin Il-114 stürzte kurz nach dem Start ab. 5 Menschen starben
- 5. Dezember: Manila, Philippinen. Absturz einer Iljuschin Il-114. 17 Menschen starben
- 11. Dezember: Azoren, Portugal. Eine Turboprop stürzte auf die Insel Sao Jorge. Alle 35 Menschen an Bord starben
- 21. Dezember: Guatemala-Stadt, Guatemala. Eine McDonnell Douglas DC-10 der Cubana de Aviacon schoss über die Start- und Landebahn hinaus und stürzte in bewohntes Gebiet. 26 Menschen starben
- 22. Dezember: Ein Erdbeben der Stärke 5,5 in Algerien. 24 Tote
- 26. Dezember: Der Orkan Lothar richtet in Nordeuropa schwere Schäden an. Infolge des Sturms und der Aufräumarbeiten sterben mehrere Menschen. Kritik wird auch am Deutschen Wetterdienst geübt, der trotz modernster, kurz zuvor angeschaffter Computer keine Sturmwarnung herausgegeben hatte: im Gegensatz zu zahlreichen ausländischen Wetterdiensten
- 28. Dezember: Bei einem Lawinenunglück im Jamtal (Gemeindegebiet von Galtür, Österreich) sterben neun Deutsche

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 8. Januar: Der SK Rapid Wien feiert mit einem Turnier im Ernst-Happel-Stadion sein 100-jähriges Bestehen
- 13. Februar: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Zoran Vujecic in Stuttgart, Deutschland, durch K. o.
- 20. Februar: Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Ismael Youla in Hamburg, Deutschland, durch technischen K. o.
- 23. Februar: Martin Schmitt gewinnt Weltmeisterschaft der Ski-Springer in Bischofshofen
- 8. März: Eintracht Frankfurt wird 100 Jahre alt
- 18. April: Wayne Gretzky beendet seine Eishockey-Karriere
- 24. April: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Everett (Bigfoot) Martin im Zirkus Krone in München, Deutschland, durch technischen K. o.
- 22. Mai: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Tony LaRosa im Sportpalace, Budapest, Ungarn, durch technischen K. o.
- 26. Juni: Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Herbie Hide in der London Arena, London/Großbritannien, durch K. o.
- 17. Juli: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Joseph Chinganguin der Phillipshalle in Düsseldorf, Deutschland, durch technischen K. o.
- 25. Juli: Lance Armstrong gewinnt die Tour de France
- 25. September: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Axel Schulz in der Kölnarena in Köln, Deutschland, durch technischen K. o.
- 13. August: Steffi Graf gibt auf einer Pressekonferenz ihren Rücktritt vom Profi-Tennis bekannt
- 6. Oktober: Jan Ullrich wird Weltmeister im Einzelzeitfahren
- 9. Oktober: Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Ed Mahone in der Arena Oberhausen, Oberhausen, Deutschland, durch technischen K. o.
- 12. November: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Phil Jackson im Orleans Hotel and Casino in Las Vegas, Nevada, USA, durch K. o.
- 13. November: Lennox Lewis gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Evander Holyfield im Thomas & Mack Center, Las Vegas, Nevada, USA, durch Sieg nach Punkten
- 24. November: Steffi Graf und Max Schmeling werden zu den deutschen Sportlern des Jahrhunderts gewählt
- 4. Dezember: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Lajos Erös in der Stadion-Sporthalle in Hannover, Deutschland, durch K. o.
- 11. Dezember: Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Obed Sullivan in der Alsterdorfer Sporthalle, Hamburg, Deutschland, durch technischen K. o.

Geboren


- 20. April: Prinz Georg, Sohn von Erbprinz Alois von Liechtenstein, und Sophie Prinzessin von Bayern
- 20. Juli: Alexandra von Hannover, Tochter von Prinzessin Caroline von Monaco und Prinz Ernst August Prinz von Hannover
- 28. August: Nikolai William Alexander Frederik Prinz von Dänemark, Sohn von Prinz Joachim von Dänemark und Alexandra Manley
- 29. September: Juan Valentin Urdangarín Borbón, Sohn von Infantin Cristina von Spanien und Iñaki Urdangarín

Gestorben


- 2. Januar: Rolf Liebermann, Schweizer Komponist und Intendant (
- 1910)
- 2. Januar: Sebastian Haffner, deutscher Buchautor und Journalist; ein früher Gegner Hitlers (
- 1907)
- 5. Januar: Rolf Gutbrod, Architekt (
- 1910)
- 6. Januar: Michel Petrucciani, französischer Jazzpianist (
- 1962)
- 10. Januar: Brian Moore, Schriftsteller und Drehbuchautor (
- 1921)
- 11. Januar: Fabrizio De André, italienischer Liedermacher (
- 1940)
- 13. Januar: Karl Lieffen, deutscher Bühnen-, Film- und Fernsehschauspieler (
- 1926)
- 14. Januar: Jerzy Grotowski, polnischer Regisseur (
- 1933)
- 14. Januar: Muslimgauze, Künstlername oder Name des musikalischen Projekts von Bryn Jones (
- 1961)
- 18. Januar: Otto Föllinger, deutscher Professor für Regelungstechnik (
- 1924)
- 18. Januar: Günter Strack, deutscher Schauspieler (
- 1929)
- 21. Januar: Charles Brown (Bluesmusiker), US-amerikanischer Blues-Sänger und -Pianist (
- 1921)
- 21. Januar: Jacques Chailley, französischer Musikwissenschaftler, Musikpädagoge und Komponist (
- 1910)
- 23. Januar: Joe D'Amato, italienischer Filmregisseur (
- 1936)
- 25. Januar: Rudi Glöckner, deutscher Fußballschiedsrichter (
- 1929)
- 26. Januar: August Everding, deutscher Regisseur, Manager, Kulturpolitiker und Intendant (
- 1928)
- 27. Januar: Gonzalo Torrente Ballester, spanischer Schriftsteller (
- 1910)
- 28. Januar: František Vláčil, (
- 1924)
- 31. Januar: Barış Manço, türkischer Sänger, Komponist und Fernsehproduzent (
- 1943)
- 2. Februar: August Neuburger, deutscher Politiker (
- 1902)
- 3. Februar: Juan Amenábar, chilenischer Komponist (
- 1922)
- 4. Februar: Amadou Diallo, Von der Polizei erschossener guineascher Immigrant (
- 1975)
- 5. Februar: Rembert van Delden, deutscher Politiker (
- 1917)
- 5. Februar: Wassily Leontief, russisch-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger (
- 1906)
- 6. Februar: Erwin Blask, deutscher Leichtathlet (
- 1910)
- 6. Februar: Umberto Maglioli, italienischer Rennfahrer (
- 1928)
- 7. Februar: Hussein II. (Jordanien), von 1952 bis 1999 König von Jordanien (
- 1935)
- 10. Februar: Louise Piëch, österreichische Unternehmerin (
- 1904)
- 10. Februar: Josef Holaubek, Polizeipräsident in Wien (
- 1905)
- 11. Februar: Jaki Byard, US-amerikanischer Jazzmusiker (
- 1922)
- 12. Februar: Heinz Schubert, deutscher Schauspieler (
- 1925)
- 14. Februar: John Ehrlichman, Nixons Chefberater (
- 1925)
- 15. Februar: Big L, Rapper (
- 1974)
- 15. Februar: Henry W. Kendall, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger (
- 1926)
- 18. Februar: Wilhelm Wehren, deutscher Politiker (
- 1914)
- 18. Februar: Andreas Feininger, US-amerikanischer Fotograf (
- 1906)
- 19. Februar: Schorsch Meier, deutscher Motorrad- und Autorennfahrer (
- 1910)
- 20. Februar: Sarah Kane, britische Regisseurin (
- 1971)
- 21. Februar: Gertrude Belle Elion, US-amerikanischer Wissenschaftler und Nobelpreisträger (
- 1918)
- 23. Februar: Heinrich Schmid, Sprachwissenschaftler (
- 1921)
- 25. Februar: Glenn Theodore Seaborg, US-amerikanischer Chemiker und Atomphysiker (
- 1912)
- 27. Februar: Stéphane Sirkis, französischer Musiker (
- 1959)
- 2. März: Dusty Springfield, britische Soulsängerin (
- 1939)
- 4. März: Fritz Honegger, Schweizer Politiker

Zeichenkodierung

Unter Zeichenkodierung versteht man das Darstellen eines Zeichens, also eines Buchstabens, einer Ziffer oder eines Symbols, mittels eines im Aufbau einfacheren oder für die betreffende Anwendung geeigneteren Codes. Häufig geschieht dies mittels Zahlenkodierung, um Zeichen für Computer verarbeitungsfähig zu machen. Ursprünglich wurden hierfür aber optische, akustische oder elektrische Signale verwendet, in aller Regel durch Abfolgen von
- langem und kurzem Signal,
- an und aus,
- hohem und tiefem Ton. Vorgezogen wurden hier also seit jeher binäre Systeme, da mit steigender Anzahl der Basiselementen des Codes die Gefahr von Verwechslungen steigt.

Geschichte

Die Anfänge dieser Technik liegen bereits in der Antike, wobei hier das Beispiel von Agamemnon angeführt sei, der von einem Schiff aus mit dem Licht eines Feuers seine Truppen darüber informierte, dass er die Invasion Trojas starten wollte. Bekannt sind ferner Rauchzeichen bei den Indianern oder Nachrichtenübermittlung durch Trommelzeichen. Insbesondere zur Verständigung von Schiffsverbänden in der Nautik wurden die Techniken später verfeinert. Sir Walter Raleigh erfand für die Verständigung seines Geschwaders auf der Südamerikafahrt 1617 eine Art Vorläufer der Flaggencodierung. 1648 schließlich war es Englands späterer König James II., der das erste Flaggensignalsystem in der britischen Marine einführte. Nach der Erfindung der Telegrafie benötigte man auch hier eine Zeichenkodierung. Aus den ursprünglichen Ideen des Engländers Alfred Brain entstanden 1837 der originale Morsecode und 1844 der modifizierte Morsecode. Das CCITT (Commité Consultatif International Telegraphique et Telephonique) war schließlich die erste Institution, die einen standardisierten Zeichensatz definierte. Dabei basierte dieser Zeichensatz auf einem von Jean-Maurice-Émile Baudot 1870 entwickelten 5er-Code-Alphabet für seinen Synchrontelegraphen, dem Baudot-Code, dessen Prinzip noch heute verwendet wird.

Computer und Datenaustausch

Mit der Entwicklung des Computers begann die Umsetzung der im Grunde schon seit dem Baudot-Code verwendeten binären Zeichenkodierung in Bit-Folgen, bzw. intern meist in verschiedene elektrische Spannungswerte als Unterscheidungskriterium, ganz analog zur der bisher zur Unterscheidung der Signalwerte genutzen Tonhöhe oder Signaldauer. Um diesen Bit-Folgen darstellbare Zeichen zuzuordnen, mussten Übersetzungstabellen, sogenannte Charsets, festgelegt werden. 1963 wurde eine erste 7-Bit-Version des ASCII-Codes durch die ASA (American Standards Association) definiert, um eine Vereinheitlichung der Zeichenkodierung zu erreichen. Obwohl IBM an der Definition mitgearbeitet hatte, führte man 1964 einen eigenen 8-Bit-Zeichencode EBCDIC ein. Beide finden bis heute in der Computertechnik Verwendung. Da für die verschiedenen Sprachen andere diakritische Zeichen benötigt werden, gibt es für Sprachgruppen bestimmte Charsets. Die ISO hat mit der Normenreihe ISO 8859 Zeichenkodierungen für alle europäischen Sprachen und Thai standardisiert. Das Unicode Consortium schließlich veröffentlichte 1991 eine erste Fassung des gleichnamigen Standards, der es sich zum Ziel gesetzt hat, alle Zeichen aller Sprachen in Kodeform zu definieren. Unicode ist gleichzeitig die internationale Norm ISO 10646. Vor dem Verarbeiten von elektronischen Texten muss das verwendete Charset eingestellt werden. Dazu dienen beispielsweise folgende Befehle:
- Definition des Zeichensatzes in einer HTML-Seite
- Definition des Zeichensatzes in einer E-Mail Content-Type: text/plain;charset="ISO-8859-1" Kategorie:Zeichenkodierung

Siehe auch


- Code
- Chinesische Zeichenkodierung ! ja:文字コード

Bit

Der Begriff Bit wird in der Informatik und Informationstechnik sowie verwandten Fachgebieten in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. Sowohl der Gebrauch als auch die Schreibweise (Bit oder bit) sind dabei uneinheitlich und variieren in der Literatur; einige häufig, aber nicht immer verwendete Konventionen finden sich im Abschnitt Schreibweise. Es handelt sich um eine Wortkreuzung aus binary digit, englisch für Binärziffer. Der Begriff wurde von dem Mathematiker John W. Tukey vermutlich 1946, nach anderen Quellen schon 1943 vorgeschlagen. Schriftlich wurde der Begriff 1948 zum ersten Mal auf Seite 1 von Claude Shannons berühmter Arbeit A Mathematical Theory of Communication erwähnt. Allen Verwendungsweisen im Zusammenhang mit Information und Informationstechnik ist gemeinsam, dass ein Bit oder bit als ein Maß für die Größe bzw. den Umfang von Daten oder Informationen betrachtet wird. Mögliche Verwendungen sind (da die Groß- und Kleinschreibung variiert, wird hier von einer Unterscheidung abgesehen):
- Ein Bit als Speicherzelle
- Bit als Einheit für eine Datenmenge (siehe auch Nit oder Hartley).
- Das Bit als Einheit für den Informationsgehalt (siehe auch Shannon).

Darstellung von Bits in der Digitaltechnik

Jede Information ist an einen Informationsträger gebunden. Die Informationsmenge 1 Bit entspricht der Information, welche von zwei möglichen Begebenheiten zutrifft. Folgende beispielhafte Sachverhalte können also eine Informationsmenge von einem Bit speichern:
- Die Stellung eines Schalters mit zwei Zuständen, zum Beispiel eines Lichtschalters mit den Stellungen EIN oder AUS.
- Der Schaltzustand eines Transistors, "geringer Widerstand" oder "hoher Widerstand".
- Das Vorhandensein einer Spannung, die größer oder kleiner als ein vorgegebener Wert ist.
- Eine Variable, welche einen von zwei Werten, zum Beispiel 0 oder 1, die logischen Wahrheitswerte Wahr oder Falsch, high oder low, H oder L enthalten kann. Der Wert eines oder mehrerer Bits wird in der Informatik allgemein als Zustand bezeichnet, da ein Bit in der Anwendung von einem physikalischen Element, zum Beispiel dem erwähnten Transistor, dargestellt wird, welches einen bestimmten Zustand besitzt. Werden mehrere Elemente zu einer Einheit zusammengesetzt, hängt der Gesamtzustand dieser Einheit vom Zustand jedes einzelnen Elements ab und es ergeben sich wiederum mehrere verschiedene Zustände dieser Einheit.

Binärdarstellung; Bits und Bytes

Mit n Bits lassen sich 2n verschiedene Zustände darstellen, so kann sich beispielsweise eine Einheit aus zwei Bits in vier verschiedenen Zuständen befinden: 00, 01, 10 und 11. Weiterhin können mit vier Bits 16 verschiedene Zustände gespeichert werden, mit acht Bits 256, und so weiter. Jedes zusätzliche Bit verdoppelt die Anzahl der möglichen darstellbaren Zustände. Repräsentieren diese Zustände ganze Zahlen durch Codierung im Dualsystem, so ist ein Bit umso gewichtiger (fachsprachlich: höherwertiger), je weiter links es in der niedergeschriebenen Bitfolge steht (siehe auch Stellenwertsystem). Moderne Computer und Speichermedien verfügen über Speicherkapazitäten von Milliarden von Bits. Speichergrößen werden daher in anderen Einheiten angegeben. Im allgemeinen verwendet man hier das Byte (ein Oktett von acht Bit) als Grundeinheit und Potenzen von 210 (= 1024) als Einheitenpräfixe (näheres siehe Byte). Im Bereich der Datenfernübertragung hat sich jedoch das Bit als Grundeinheit bei der Angabe der Datenübertragungsrate gehalten - ISDN überträgt maximal 64 kbit/s (64.000 Bit pro Sekunde) auf einem Kanal, Fast Ethernet 100 Mbit/s (100 Millionen Bit pro Sekunde). Anders als beim Byte hält man sich hier streng an das SI-System für Vorsilben. Daneben wird das Bit als Einheit verwendet:
- für die Angabe der Kapazität einzelner Speicherchips (hier allerdings mit Binärpräfixen); Beispiel: ein 512-Mb-Chip (Megabit, nicht zu verwechseln mit MB) speichert 229 Bits = 226 Bytes, also 64 MB, davon acht Stück auf einem Speicherriegel ergibt ein 512-MB-DIMM
- für Busbreiten bzw. die Verarbeitungsbreite auf Chipebene (Grund dafür ist die Möglichkeit von bitweisen Operationen bzw. das Prinzip bitweiser Übertragung)

Bitfehler und Vorwärtsfehlerkorrektur

Allgemein gilt in der digitalen Welt, dass es keine "unwichtigen" Bits gibt. Beispiele:
- zwei 64 Bit-Zahlen sind ungleich, wenn sie sich auch nur im niederwertigsten Bit unterscheiden. Das führt z. B. zu einem Vertrauensproblem, wenn zwei digitalisierte Fingerabdrücke verglichen werden, und das Programm nicht so geschrieben ist, dass es mit kleinen Unterschieden "intelligenter" umgehen kann.
- eine ausführbare Datei wird meist unbrauchbar, wenn auch nur ein Bit "kippt", wenn also aus einer 0 fälschlich eine 1 wird oder umgekehrt.
- Nur ein einziger Fehler in der Bitfolge eines 2048 Bit langen Schlüssels zu einem verschlüsselten Text führt unweigerlich dazu, dass sich der Text nicht mehr entschlüsseln lässt (siehe Kryptologie).
- Bitfehler auf Audio-CDs können toleriert werden und führen maximal zu Geräuschfehlern; auf Daten-CDs sind sie fatal, weshalb diese zusätzliche Fehler-Korrektur-Codes enthalten. So gesehen kann es geschehen, dass ein einziges Bit entscheidend ist für Annahme oder Ablehnung, Erfolg oder Misserfolg, in sicherheitsrelevanten Systemen wie z. B. in der Raumfahrt sogar für Leben oder Tod. Der Tatsache, dass nur ein falsches Bit ausreicht, um unerwartete Ergebnisse zu produzieren, kann man dadurch entgegnen, dass man Informationen redundant codiert. Die einfachste Art der redundanten Codierung besteht darin, einem Datenblock als Prüfsumme die binäre Quersumme, das so genannte Paritätsbit hinzuzufügen. Die Paritätsprüfung erlaubt es festzustellen, wenn ein einzelnes Bit im Block falsch übertragen wurde. Ist ein Fehler aufgetreten, kann der Empfänger eine Neuübermittlung anfordern (so z.B. im TCP/IP-Protokoll). Wenn mehr als ein redundantes Bit pro Datenblock hinzugefügt wird, spricht man von Vorwärtsfehlerkorrektur (forward error correction, FEC); sie wird bei manchen Datenträgern und bei vielen Datenübertragungsverfahren eingesetzt und erlaubt es, fehlerhaft ausgelesene beziehungsweise empfangene Bits zu korrigieren, solange die Fehlerdichte unterhalb einer kritischen Schwelle bleibt. So ist z. B. auf einer CD jedes Byte über eine Strecke von 2 cm verteilt und mit anderen Bytes zusammen als Reed-Solomon-Code abgespeichert, so dass beliebige 1 mm-Streifen einer CD fehlen können und dennoch die ganze Information vorhanden ist. Der Preis für die Vorwärtsfehlerkorrektur ist der Speicherplatz (bzw. die Übertragungsbandbreite) für die redundanten Bits -- der Speicherplatz von CDs wäre ohne solche Maßnahmen ca. 17% größer, Netzwerke 40% schneller, Mobiltelefone 200% leistungsstärker, bei den letzten beiden unterschiedlich je nach Typ.

Datenkompression

Oft enthalten die kodierten Informationen selbst Redundanz. Durch verschiedenartige Komprimierverfahren kann die entsprechende Information auf wesentlich weniger Speicherplatz untergebracht werden. Siehe dazu auch Entropiekodierung. Je nach Art der Information ist dabei auch eine verlustbehaftete Kompression möglich, die zusätzlich den Speicherbedarf verringert. Der Informationsverlust wird dabei als (relativ) unwesentlich betrachtet - das ist vor allem bei Bild- und Tondaten möglich.

Schreibweise

Das Wort Bit wird großgeschrieben, wenn sich um die Bezeichnung physikalischer Bits handelt. Zum Beispiel: Der Datenbus besitzt eine Breite von 16 Bit. Die Angabe von Datenraten (bit pro Sekunde) wird kleingeschrieben. Zum Beispiel: Ethernet 10BaseT mit einer Datenrate von 10 Mbit/s.

Potenzschreibweisen

Je nach Verwendungsgebiet erfolgt die Angabe der Bitmenge in unterschiedlichen Potenzschreibweisen. Dies kann insbesondere dann zu Verwechslungen führen, wenn die verwendete Basis nicht mehr angegeben, sondern nur pauschal von Kilobit, Megabit usw. gesprochen wird. Bei gespeicherten Datenmengen werden in der Regel Zweierpotenzen verwendet, so dass 1 Kbit = 210 bit = 1024 bit sind. Man beachte, dass der Vorsatz K großgeschrieben wird und auch nicht als Kilo ausgesprochen wird, sondern nur als Ka. Bei übertragenen Datenmengen pro Zeiteinheit werden hingegen Zehnerpotenzen zugrundegelegt, so dass 1 kbit/s = 103 bit/s = 1000 bit/s (1 Kilobit/Sekunde) sind. Analoge Unterschiede ergeben sich für Mbit und Mbit/s, Gbit und Gbit/s usw. Ist die gemeinte Potenz bei Verwendung von Begriffen wie Kilobit, Megabit usw. nicht eindeutig aus dem Zusammenhang ersichtlich, so sollte man sie explizit angeben.

Qubits in der Quanteninformationstheorie

Das Bit muss unterschieden werden vom Qubit (Quantenbit), das in der Quanteninformationstheorie verwendet wird. Kategorie:Theoretische Informatik Kategorie:Hardware Kategorie:Compilerbau Kategorie:Informationseinheit ja:ビット ko:비트 simple:Bit th:บิต

ISO 8859

Die Normenfamilie ISO 8859, genauer ISO/IEC 8859, der International Organization for Standardization definiert zur Zeit in 15 verabschiedeten und einer verworfenen Teilnorm verschiedene 8-Bit-Zeichensätze für die Informationstechnik. Eng verwandt sind die jeweils entsprechenden Teilnormen ISO-8859 (mit Bindestrich, ohne »/IEC«), die sich lediglich durch zusätzliche nicht darstellbare Steuerzeichen an den in ISO 8859 freien Positionen unterscheiden.

Zeichensätze

Allgemeiner Aufbau der Zeichensätze


- Die ersten 128 Positionen sind bei allen Teilnormen identisch und entsprechen den Zeichen des 7-Bit-Satzes US-ASCII.
  - 0x00 bis 0x1F und 0x7F enthalten Steuerzeichen.
  - 0x20 bis 0x7E enthalten druckbare Zeichen (Buchstaben, Ziffern, Interpunktionszeichen ...)
- Es folgen 32 (unbenutzte) Steuerzeichen (0x80-9F).
- Die letzten 96 Positionen (0xA0-FF) enthalten regionale Sonderzeichen und machen den Unterschied zwischen den Teilnormen aus.

Anmerkungen


- Der häufig benutzte Latin-1-Zeichensatz ist identisch mit den ersten 256 Zeichen des Unicode-Zeichensatzes.
- Der neuere Latin-9-Zeichensatz unterscheidet sich nur an 8 Positionen vom Latin-1-Zeichensatz, u.a. wurde das allgemeine Währungszeichen ¤ durch das Eurozeichen € ersetzt.
- Die deutschen Sonderzeichen (Umlaute und "ß") sind in allen Latin-x-Zeichensätzen unter jeweils demselben Code vorhanden.
- Die ISO-8859-Normen werden von ISO/IEC nicht mehr aktiv weiterentwickelt. Für die Zukunft wird eine fortschreitende Ablösung dieser Zeichensätze durch ISO UCS, inhaltsgleich zum Unicode-Standard, erwartet. Dieser findet vor allem in Form der UTF-8-Kodierung immer mehr Verbreitung.
- "ISO 8859-12" ist kein Teil der Normenfamilie, es wurde vorübergehend für zwei verschiedene Vorschläge benutzt, es wurde aber keiner der beiden als Standard beschlossen.

Tabelle

An Position 0xA0 liegt stets das feste Leerzeichen (engl. non breaking space) und an 0xAD meist der bedingte Trennstrich (engl. soft hyphen), der nur am Zeilenende sichtbar ist. Andere leere Felder sind entweder (noch) nicht belegt oder können auf dem verwendeten System nicht angezeigt werden. Ergänzungen und Änderungen in der Version 2003 des Standards. Siehe auch: MacRoman, Unicode

Buchstaben für die deutsche Sprache

Die Umlaute Ä, Ö, Ü, ä, ö, ü und das Eszett sind in zehn der fünfzehn Teilnormen enthalten. Dieses sind die mit Latin 1 bis 10 bezeichneten Normen. Lediglich in den Normen für die fremden Alphabete -5 Kyrillisch, -6 Arabisch, -7 Griechisch, -8 Hebräisch, -11 Thai sind die deutschen Sonderzeichen nicht verfügbar. In den zehn Teilnormen der Latin-Gruppe liegen die deutschen Buchstaben jeweils auf den gleichen Positionen. Eine Kompatibilität zwischen diesen Normen zumindest für deutschsprachige Texte ist damit gegeben.

Weblinks


- [ftp://ftp.unicode.org/Public/MAPPINGS/ISO8859 Text: Unicode-Werte der 8859-Zeichensätze] Kategorie:ISO-Standard Kategorie:Zeichenkodierung

ISO 8859-1

ISO 8859-1, genauer ISO/IEC 8859-1, ist ein von der ISO zuletzt 1998 aktualisierter Standard für die Informationstechnik zur Zeichenkodierung mit acht Bit und der erste Teil der Normenfamilie ISO/IEC 8859. ISO(-)8859-1 versucht möglichst viele Sonderzeichen westeuropäischer Sprachen abzudecken. Da zur Vollständigkeit neben dem Eurosymbol vor allem für Französisch einige Zeichen fehlen, wurde ISO/IEC 8859-15 geschaffen. Windows-1252 wiederum weicht von ISO-8859-1 im Bereich 0x80–9F ab, dessen 32 Positionen hier 27 darstellbare Zeichen beinhalten, u.a. die in ISO 8859-15 hinzugekommenen und einige für bessere Typographie notwendige. Die Unterschiede zwischen all diesen Kodierungen sowie generell mangelnde Konsequenz bei der Unterstützung verschiedener Zeichensätze sind ein häufiges Interoperabilitätsproblem.

Tabellen

ISO/IEC 8859-1

SP (0x20, "space") ist das Leerzeichen, NBSP (0xA0, "non-breaking space") das feste Leerzeichen und an 0xAD ist der bedingte Trennstrich (SHY, "soft hyphen"), der normalerweise nur am Zeilenende sichtbar ist.

ISO-8859-1

Die IANA hat folgende gleichwertige großschreibungsunabhängige Bezeichnungen für diese Codetabelle registriert:
- ISO_8859-1:1987
- ISO_8859-1
- ISO-8859-1
- ISO-IR-100
- csISOLatin1
- latin1
- l1
- IBM819
- CP819

Windows-1252

Windows-1252 ist ebenfalls bei der IANA registriert und akzeptiert u.a. "CP1252" als Synonym.

8859-1 vs. -15 vs. Windows-1252

Verwendung

ISO 8859-1 ist neben US-ASCII und UTF-8 die wohl wichtigste und am häufigsten gebrauchte Kodierungstabelle. Für mindestens folgende Sprachen reicht ISO 8859-1 aus:
- Afrikaans (È/è, É/é, Ê/ê, Ë/ë, Î/î, Ï/ï, Ô/ô, Û/û),
- Albanisch (Ç/ç, Ë/ë),
- Baskisch (Ñ/ñ),
- Dänisch (Å/å, Æ/æ, Ø/ø),
- Deutsch (Ä/ä, Ö/ö, Ü/ü, ß, nicht ggf. ſ),
- Englisch (£, ¢; veraltend: Æ/æ, ä, ë, ï, ö, ü, nicht Œ/œ),
- Färöisch (Á/á, Ð/ð, Í/í, Ó/ó, Ú/ú, Ý/ý, Æ/æ, Ø/ø),
- Finnisch (Å/å, Ä/ä, Ö/ö, nicht Š/š, Ž/ž in Fremdworten),
- Französisch (Æ/æ, À/à, Â/â, È/è, É/é, Ê/ê, Ë/ë, Î/î, Ï/ï, Ô/ô, Ù/ù, Û/û, Ç/ç, Ü/ü, ÿ, nicht Œ/œ, Ÿ),
- Irisches Gälisch, neue Orthographie (Á/á, É/é, Í/í, Ó/ó, Ú/ú),
- Isländisch (Á/á, Ð/ð, É/é, Í/í, Ó/ó, Ú/ú, Ý/ý, Þ/þ, Æ/æ, Ö/ö),
- Italienisch (À/à, È/è, É/é, Ò/ò, Ù/ù),
- Katalanisch (À/à, Ç/ç, È/è, É/é, Í/í, Ï/ï, Ò/ò, Ó/ó, Ú/ú, Ü/ü),
- Niederländisch (nicht IJ/ij, aber ÿ),
- Norwegisch, Bokmål und Nynorsk (Å/å, Æ/æ, Ø/ø),
- Portugiesisch inkl. Brasilianisch (À/à, Á/á, Â/â, Ã/ã, Ç/ç, É/é, Ê/ê, Í/í, Ó/ó, Ô/ô, Õ/õ, Ú/ú, Ü/ü),
- Rätoromanisch,
- Schottisches Gälisch (À/à, È/è, Ì/ì, Ò/ò, Ù/ù)
- Schwedisch (Å/å, Ä/ä, Ö/ö),
- Spanisch (¡, ¿, ª, º, Á/á, É/é, Í/í, Ñ/ñ, Ó/ó, Ú/ú, Ü/ü, früher auch Ç/ç),
- Suaheli und
- Wallonisch (Â/â, Å/å, Ç/ç, È/è, É/é, Ê/ê, Î/î, Ô/ô, Û/û). Da dies heutzutage in Westeuropa, Amerika und Australien die am meisten verwendeten (Schrift-)Sprachen sind, ist es überall dort die dominierende Zeichenkodierung. Auch in Teilen Afrikas, in denen nicht die arabische Schrift verwendet wird, ist es weit verbreitet, obwohl oft einige Sonderzeichen fehlen, die aber auch in keiner anderen 8-Bit-Kodierung vorhanden sind, siehe z.B. pannigerianisches Alphabet.

Siehe auch


- DEC Multinational Character Set
- MacRoman

Weblinks


- [ftp://ftp.unicode.org/Public/MAPPINGS/ISO8859/8859-1.TXT Mapping bei Unicode.org] 01

Finnische Sprache

Finnisch ist eine agglutinierende Sprache und gehört zur Gruppe der finno-ugrischen Sprachen. Es ist entfernt mit dem Ungarischen und eng mit dem Estnischen und Lappischen verwandt. Sie ist eine der Amtssprachen in Finnland mit etwa 4,7 Millionen Sprechern und Minderheitensprache in Schweden (300.000), Russland und Estland. Der Language Code ist fi bzw. fin (nach ISO 639). Die Grundlagen der finnischen Schriftsprache wurden von Mikael Agricola im 16. Jahrhundert gelegt. Er lehnte sich dabei an das Schwedische, Deutsche und Lateinische an. Das finnische Alphabet besteht aus 31 Buchstaben:
a, b, c, d, e, f, g, h, i, j, k, l, m, n, o, p, q, r, s, t, u, v, w, x, y, z, å, ä, ö Allerdings kommen b, c, f, q, w, x, z und å („schwedisches“ o) nur ganz selten (in Fremdwörtern) vor. Bei der Suche in Wörterbüchern ist zu beachten, dass Ä und Ö im Alphabet nach Z an letzter Stelle stehen und nicht wie im Deutschen bei A und O. Weiterhin besitzt das W häufig kein eigenes Kapitel, sondern wird bei dem V eingeordnet.

Zur Aussprache

Betont wird sehr regelmäßig: Der Hauptton liegt bei jedem Wort auf der ersten Silbe. Daneben tragen die dritte und fünfte Silbe einen Nebenton, wobei die letzte Silbe nie betont wird. Bei zusammengesetzten Wörtern behält jeder Teil seine Betonung. Im Allgemeinen wird so geschrieben, wie (in gepflegter Sprache) gesprochen wird (1 Laut = 1 Buchstabe, d. h. phonologische Schreibweise). Doppelvokale und Doppelkonsonanten werden fast 2,5 mal so lang ausgesprochen wie einzelne:
kukka „Blume“; kuka „wer“
tuli „Feuer“; tulli „Zoll“; tuuli „Wind“ Diese Doppelbuchstaben führen mitunter zu ungewohnten Schriftbildern, vgl. päättyy, wie in Tie päättyy rantaan „Der Weg endet am Strand“ oder syyttää „[er/sie] klagt an“. Es gibt insgesamt 18 verschiedene Zwielaute (Diphthonge), die auch als solche, d. h. als einsilbige Verbindungen ausgesprochen werden:
sauna (au wie dt., aber länger);
laina (ai wie dt. ai in Mai, aber länger);
seura (nicht wie im dt., sondern e+u);
tie (nicht langes i, sondern i+e);
leipä (ei wie e+i)
usw. Einige Kombinationen bilden aber zwei Silben.

Besonderheiten

h am Wortanfang immer wie das deutsche h, vor Konsonanten wird das h leicht wie deutsches ch in „Bach“ ausgesprochen, beispielsweise in lahti „Bucht“.
Wichtig ist es, das ä und das e zu unterscheiden: Das finnische e wird ausgesprochen wie das deutsche ä, das finnische ä ist ein sehr offener Vokal, der schon fast in ein a übergeht (vergleichbar etwa dem Vokal im englischen Wort man). Weitere Konsonanten:
r (zum Beispiel in rauta „Eisen“): Zungenspitzen-R (alveolar);
s (beispielsweise in Suomi „Finnland“): immer stimmlos, zwischen dem deutschen ss und sch liegend;
v (zum Beispiel in vappu „1. Mai“): wie dt. w;
y (beispielsweise in yksi „eins“): wie dt. ü;
t, p, k: stimmlos, nicht wie im Deutschen behaucht ausgesprochen;
nk (zum Beispiel in Helsinki): wie dt. nk in denken;
ng (beispielsweise in Helsingin (Genitiv)): wie dt. ng in fangen, aber wird lang ausgesprochen.

Vokalharmonie

Bei den Vokalen unterscheidet man „hintere“ (a, o, u), „vordere“ (y, ä, ö) und „neutrale“ (e, i). Grundsätzlich lassen sich 'hintere' und 'vordere' Vokale in einem Wort nicht mischen, daher werden Nachsilben und Endungen an den Wortstamm angepasst:
talo (das Haus) – talossa (im Haus);
metsä (der Wald) – metsässä (im Wald)
Enthält ein Wort nur 'neutrale' Vokale, werden für die Endungen die 'vorderen' Vokale (y, ä, ö) verwendet. Eine Ausnahme bilden zusammengesetzte Wörter, bei denen die Bestandteile durchaus unterschiedliche Vokalgruppen haben dürfen. Bei Fremdwörtern, die vordere und hintere Vokale enthalten, werden in der nachlässigen Aussprache meist hintere Vokale als die korrespondierenden vorderen ausgesprochen. Beispiel: „Olympia“ – gesprochen: wie „Olumpia“.

Grammatik

Die Grammatik kennt keine Artikel, weder bestimmte noch unbestimmte.
mies (Mann, der Mann, ein Mann);
nainen (Frau, die Frau, eine Frau). Häufig wird allerdings das Zahlwort yksi – eins oder das Pronomen eräs - ein(e) verwendet, um Unbestimmtheit zu unterstreichen: :Ovella seisoo (yksi/eräs) mies. - Es steht ein Mann an der Haustür. Es kann jedoch das Demonstrativpronomen se - die/der/das als einen bestimmten Artikel verwendet werden: :Se mies, jonka näit eilen, on veljeni. - Der Mann, den du gestern gesehen hast, ist mein Bruder. Das Finnische kennt keine grammatischen Geschlechter. Bei der 3. Person Einzahl gibt es nur eine Form: hän (= er, sie). Für Gegenstände und Tiere sowie umgangssprachlich gelegentlich auch für Personen wird in der 3. Person Einzahl das Demonstrativpronomen „se“ verwendet. Weibliche Berufsbezeichnungen kommen immer mehr aus der Mode; man verwendet sie eigentlich nur noch, wenn man betonen will, dass es um eine weibliche Person geht:
myyjä (Verkäufer allgemein); myyjätär (Verkäuferin)

Die Fälle

Im Finnischen gibt es 15 Fälle. Die meisten sind mit deutschen Präpositionen zu vergleichen. Sie werden gebildet, indem bestimmte Silben an den Vokalstamm bzw. an den Konsonantstamm des Substantivs gehängt werden:
- Nominativ:
Grundform, Wer-Fall
Bsp.: talo (Haus), talot (Häuser), tämä (dieser), nämä (diese (Mehrzahl)), minä (ich), sinä (du).
- Genitiv:
Zugehörigkeit, Wes-Fall
Bildung: (-n im Singular und -in, -en, -den, -ten, -tten im Plural)
Bsp.: talon (des Hauses), talojen (der Häuser), tämän (dieses), minun (mein), sinun (dein).
- Akkusativ:
Objekt, Wen-Fall
Bildung: (-) (= Akkusativ I), (-n) (= Akkusativ II), (-t) (= Akkusativ III), (-t) (= Akkusativ Plural)
Bsp.: talon (Haus), talot (Häuser), tämän (diesen), sinut (dich)
Normalerweise wird der Akkusativ II verwendet. Der Akkusativ I steht vor allem in Befehlssätzen. Der Akkusativ III ist nur für Personalpronomina.
- Partitiv:
Teilobjekt, unbestimmte Menge; häufig auch als Objektfall benutzt, besonders in verneinten Sätzen, bei Gefühlsäußerungen sowie hinter Grundzahlen.
Bildung: (-a/-ä), (-ta/-tä)
Bsp.: Juon kahvia (Ich trinke Kaffee); Minä rakastan sinua (Ich liebe dich).
Bei Sätzen mit „ei ole“ („es gibt nicht“) steht das Subjekt im Partitiv: Täällä ei ole ruokaa (Hier gibt es kein Essen).
- Inessiv:
im Raum (wo?); bei Zeitangaben: innerhalb
Bildung: (-ssa/-ssä)
Bsp.: talossa (im Haus), taloissa (in den Häusern), tässä (in diesem), sinussa (in dir), yhdessä viikossa (innerhalb einer Woche).
- Elativ:
aus dem Raum (wo heraus?, von wo?)
Bildung: (-sta/-stä)
Bsp.: talosta (aus dem Haus), taloista (aus Häusern), tästä (von diesem), sinusta (von dir).
- Illativ: (Vokalverdoppelung + -n bzw. -h + Vokal vor dem „h“ + n bzw. -seen; im Plural -in/-hin/-siin)
in den Raum (wohin?)
Bildung: (-„Vokalverdoppelung“+n (z.B.: Helsinkiin)), (-h+„Vokal vor dem h“+n (z.B.: työhön)), (-seen (z.B.: Espooseen))
Bsp.: taloon (ins Haus), taloihin (in die Häuser), tähän (in diesen), huoneeseen (in das Zimmer), Tervetuloa Suomeen! (Willkommen in Finnland!), työhön (zur Arbeit)
- Adessiv:
auf etwas, mit etwas (worauf?, womit?), bei unbestimmten Zeitangaben
Bildung: (-lla/-llä)
Bsp.: pöydällä (auf dem Tisch), junalla (mit dem Zug), täällä (hier), kesällä (im Sommer); Minulla on jano (mit mir ist Durst = Ich habe Durst).
- Ablativ:
von etwas (von wo?); bei Zeitangaben: aus welcher Zeit?
Bildung: (-lta/-ltä)
Bsp.: pöydältä (vom Tisch), minulta (von mir), täältä (von hier), viime vuosisadalta (aus dem letzten Jahrhundert).
- Allativ:
auf/zu etwas (auf/zu wem/was?); entspricht auch oft dem deutschen Dativ
Bildung: (-lle)
Bsp.: pöydälle (auf den Tisch), minulle (mir, für mich); Kirjoitan sinulle (Ich schreibe dir).
- Essiv:
Zustand (als was?); bei bestimmten Zeitangaben
Bildung: (-na/-nä)
Bsp.: lapsena (als Kind), tänä (als dieser), maanantaina (am Montag).
- Translativ: (-ksi)
Zustand als Ergebnis einer Veränderung; bei Zeitangaben: für wie lange?
Bildung: (-ksi)
Bsp.: kauniiksi (wird schön), saksaksi (auf Deutsch), suomeksi (auf Finnisch), hän tuli opettajaksi (er/sie wurde Lehrer).
- Abessiv:
Mangel, ohne etwas
Bildung: (-tta/-ttä)
Bsp.: talotta (ohne Haus), taloitta (ohne Häuser).
Der Abessiv wird in der Praxis selten verwendet. Meistens wird er einfach durch die Präposition ilman (= ohne) ausgedrückt: ilman sinua (ohne dich).
- Komitativ:
Dazugehörigkeit (Womit?)
Bildung: (-ne + Possessivsuffix)
Bsp.: taloineen (mit dem Haus/mit den Häusern)
Der Komitativ wird in der Praxis selten verwendet. Meistens wird er einfach durch die Postposition kanssa (= mit) ausgedrückt: sinun kanssasi (mit dir). Allerdings gibt es gebräuchliche festgefügte Wendungen, z. B. Herra Sintonen vaimoineen (Herr Sintonen mit seiner (Ehe-)Frau).
- Instruktiv:
Art und Weise, womit?
Bildung: (-in)
Bsp.: Lautanen on käsin tehty (Der Teller ist von Hand gearbeitet), Näin sen omin silmin (Ich habe es mit eigenen Augen gesehen); der Instruktiv kommt nur in wenigen idiomatischen Redewendungen vor. Alle Fälle gibt es natürlich auch im Plural, der je nach Nominativtyp unterschiedlich gebildet wird, sich aber in der Regel durch ein „i“ nach dem Wortstamm auszeichnet.

Die Verben

Konjugation Gegenwart
puhua (=sprechen) minä puhun – ich spreche;
sinä puhut – du sprichst;
hän puhuu – er/sie/es spricht;
me puhumme – wir sprechen;
te puhutte – ihr sprecht; Te puhutte – Sie sprechen (Höflichkeitsform)
he puhuvat – sie sprechen Vergangenheit
minä puhuin;
sinä puhuit;
hän puhui;
me puhuimme;
te puhuitte;
he puhuivat Tipp: Die Personalpronomen der ersten und zweiten Personen kann man auch weglassen. In der gesprochenen Umgangssprache wiederum werden „minä“, „mä“ bzw. „sinä“, „sä“ durchaus wieder verwendet. Die Personalpronomen der dritten Personen kann man auch weglassen, wenn es klar ist, wen man meint. Befehlsform / Imperativ

- Bejahender Imperativ
Der bejahende Imperativ in der 2. Person Singular ist stets identisch mit der Verbform der 1. Person Singular Indikativ, von der die Endung -n abgezogen wurde. Alle anderen Personen werden dann von dieser Form abgeleitet. 2. Person Singular: Puhu!;
3. Person Singular: Puhukoon!;
1. Person Plural: Puhukaamme!;
2. Person Plural: Puhukaa!;
3. Person Plural: Puhukoot!

- Verneinender Imperativ
Die Verneinung ist deutlich komplizierter. Sie wird im Normalfall gebildet durch eine Form des Verneinungsverbs „älä“, derselben Verbform wie beim bejahenden Imperativ und der Endung -ko/kö; eine Ausnahme jedoch bildet die 2. Person Singular, die keine -ko/kö Endung trägt: 2. Person Singular: Älä puhu! (Sprich nicht!)
3. Person Singular: Älköön puhuko!
1. Person Plural: Älkäämme puhuko!
2. Person Plural: Älkää puhuko! (Sprecht nicht! / Sprechen Sie nicht!)
3. Person Plural: Älkööt puhuko!
Futur
Es gibt kein Futur! Um zukünftiges auszudrücken, benutzt der Finne i.d.R. die Gegenwart und ein Wort, das auf die Zukunft hinweist.
Bsp.: Menen huomenna. – Ich werde morgen gehen. Verneinung
Die Verneinung wird gebildet aus dem Verneinungsverb „ei“, das konjugiert wird und dem Verbstamm, der nicht konjugiert wird. Beispiel:
minä en puhu – ich spreche nicht;
sinä et puhu – du sprichst nicht;
hän ei puhu – er/sie/es spricht nicht;
me emme puhu – wir sprechen nicht;
te ette puhu – ihr sprecht nicht / Sie sprechen nicht;
he eivät puhu – sie sprechen nicht; „Ich spreche nicht finnisch“ würde heißen: „(Minä) en puhu suomea.“
„Ich verstehe nicht“ heißt: „(Minä) en ymmärrä.“ Die Verneinung in der Vergangenheit wird gebildet aus „ei“ und dem Partizip Perfekt des Verbs. Beispiel:
minä en puhunut – ich sprach nicht;
sinä et puhunut – du sprachst nicht …;
hän ei puhunut;
me emme puhuneet;
te ette puhuneet;
he eivät puhuneet; Fragen Bei Entscheidungsfragen wird an das konjugierte Verb (oder auch an andere Wörter) die Frage-Endung -ko oder -kö (s. Vokalharmonie) angehängt. Das sieht dann beispielsweise so aus: Puhutko suomea? – Sprichst du finnisch?;
Etkö puhu suomea? – Sprichst du nicht finnisch? Die Endung -ko/-kö steht fast ausschließlich bei Ja-/Nein-Fragen. Kann man die Frage nicht mit Ja oder Nein beantworten, steht sehr selten -ko/-kö: Puhuuko joku suomea? - Spricht jemand finnisch? Kuka puhuu suomea? – Wer spricht finnisch? Aber: Kauanko (= kuinka kauan) se kestää? (nicht Kestääkö se kauan?) - Wie lange dauert es? Montako (= kuinka monta) teitä (Partitiv!) on? (nicht Onko teitä monta?) - Wieviele seid ihr? „Haben“ Es gibt im Finnischen kein Wort für „haben“. Wenn man einen Besitz ausdrücken will, nimmt man die 3. Person EZ von olla (= sein) --> on und die Adessivform des Personalpronomens.
Beispiel: minulla on auto. – (Wörtlich: bei mir ist ein Auto): ich habe ein Auto.
Verneinend sagt man: Minulla ei ole autoa. – (Wörtlich: bei mir nicht ist Auto): ich habe kein Auto.
Bei Verneinung wird das Objekt in den Partitiv gesetzt (auto – autoa).

Stufenwechsel

Eine Besonderheit des Finnischen und der mit ihm am nächsten verwandten Sprachen ist der Stufenwechsel: Er betrifft die Konsonanten /p/, /t/ und /k/ im Anlaut der letzten Wortsilbe, die unter bestimmten Umständen stimmhaft werden, sich völlig an die Umgebung assimilieren oder sogar schwinden können. Die „starke Stufe“ steht, wenn die letzte Wortsilbe offen ist, beispielsweise in sil-ta „Brücke“.
Die „schwache Stufe“ steht, wenn an das Wortende ein Suffix angefügt wird, wodurch die ursprünglich letzte Wortsilbe geschlossen wird, zum Beispiel in sil-ta + -lla -> sil-la-lla „auf der Brücke“. 1.Stufenwechsel von der starken zur schwachen Stufe: kk-k K-Schwund 1 beispielsweise Mikko (finn. Name) – Mikolla on jano. (= Mikko hat Durst) k-O K-Schwund 2 zum Beispiel lukea (= lesen) – minä luen (= ich lese) uku-uvu K-Schwund 3 zum Beispiel luku (= die Zahl) – luvun (= der Zahl Gen.) nk-ng K-Schwund 4 beispielsweise