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Bastenaken
Bastogne (deutsch Bastnach oder Bastenach, niederländisch Bastenaken, luxemburgisch Baaschtnech oder Baastnech) ist eine belgische Kleinstadt an der Grenze zum Großherzogtum Luxemburg. Sie liegt in der Provinz Luxemburg, Region Wallonien und hat 14.090 Einwohner (1.1.2005).
Ihre Bekanntheit geht auf die Ardennenoffensive der deutschen Wehrmacht in der Endphase des Zweiten Weltkrieges zurück.
Unter Feldmarschall von Rundstedt startete die Wehrmacht 1944 im Norden Luxemburgs und im angrenzenden östlichen Belgien einen letzten Großangriff, im Verlauf dessen die amerikanischen Truppen zurückgeworfen wurden, und sich nur in der umzingelten Stadt halten konnten. Wenig später konnten die Amerikaner den deutschen Angriff zurückschlagen.
Zum Andenken an die verlustreiche Winterschlacht wurde in Bastogne eine Gedenkstätte, das so genannte "Mardasson" errichtet, dem ein Weltkriegsmuseum benachbart ist.
Bastogne ist heute Wendepunkt des bekannten Eintages-Radrennens Lüttich-Bastogne-Lüttich.
Geschichte
Der Ort wurde im Jahre 634 erstmals erwähnt, als ein Herzog von Austrasien der Abtei von Trier seinen Besitz von Bastogne übergibt, der 721 an die Abtei von Prüm geht.
Image:Bastogne JPG00.jpg|Die St. Peter-Kirche (12. - 16. Jahrhundert).
Image:Bastogne JPG01.jpg|Das "Mardasson"-Denkmal.
Image:Bastogne JPG02.jpg|Der nach dem US-amerikanischem General Anthony McAuliffe benannte Platz.
Kategorie:Ort der Provinz Luxemburg
Belgien
Belgien (ndl.: België, franz.: Belgique), offiziell Königreich Belgien (ndl.: Koninkrijk België, franz.: Royaume de Belgique) ist eine föderal organisierte parlamentarische Monarchie in Westeuropa. Es grenzt (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden) an die Niederlande, Deutschland, Luxemburg, Frankreich und an die Nordsee. Mit den Niederlanden und Luxemburg zusammen bildet Belgien die Beneluxstaaten.
Geographie
- Geographisches Zentrum: Nil-Saint-Vincent
- Höchste Erhebung: Signal de Botrange (694 m) - (im Hohen Venn)
- Höchst gelegene Ortschaft: Mürringen (658 m)
Belgien ist ein relativ flaches Land, nur im Südosten gibt es die Ardennen. Die Küstenlinie erstreckt sich auf 72,3 km. 25 Prozent der Landfläche werden für Landwirtschaft genutzt. Ungefähr 85 Prozent aller Belgier leben in Städten. Laut den Berechnungen des Königlichen Belgischen Instituts für Naturwissenschaften hat Belgien eine Fläche von 33.990 km².
Flüsse
- Gileppe
- Göhl (frz. Geule; ndl. Geul)
- Inde
- Leie (frz. Lys)
- Maas (frz. Meuse; ndl. Maas)
- Ourthe
- Sambre (ndl. Samber)
- Schelde (frz. Escaut)
- Semois
- Weser (frz. Vesdre, ndl. Vesder)
- Ijzer (frz. Yser)
Bevölkerung
Ijzer
Im Vielvölkerstaat Belgien leben französische Wallonen, niederländische Flamen und westdeutsche Mittelfranken (Ripuarische
Rheinfranken) zusammen. Die weitere Wohnbevölkerung besteht aus zugewanderten Menschen aus vielen Teilen Europas (insbesondere aus Polen und Italien) und Marokko.
Etwa drei Viertel der Belgier sind Katholiken.
Siehe auch: Liste der Städte in Belgien
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Belgiens
Als Provinz Belgica schon im römischen Reich unter diesem Namen bekannt, erlebte das heutige Gebiet Belgien viele Herrschaften. Es war im Mittelalter Teil des fränkischen Reiches und wurde bei dessen Teilung ebenfalls geteilt; es zerfiel in einzelne Herzogtümer und Grafschaften. Die einzelnen Territorien wurden später vom Haus Burgund regiert, das 1477 von den Habsburgern beerbt wurde. Zunächst regierte der spanische Zweig der Habsburger, danach der Österreichische. 1815, auf dem Wiener Kongress, wurde Belgien den Niederlanden zugesprochen.
1830 kam es zu einem Aufstand, und Belgien wurde unabhängig. Es wurde eine konstitutionelle Monarchie eingerichtet und Leopold von Sachsen-Coburg zum ersten König ernannt. Leopold II., Sohn des ersten Königs, erwarb den Kongo in Afrika, zunächst als Privatbesitz, später als Kolonie, was der königlichen Familie und dem Land Reichtum brachte. Der Kongo wurde auch bekannt durch die dort ausgeübten Verbrechen der belgischen Besatzer. 1960 wurde die Kolonie Kongo in die Unabhängigkeit entlassen.
Im Ersten Weltkrieg wurde das neutrale Land in die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich einbezogen und von den Deutschen zügig eingenommen. In den Stellungskriegen in Belgien wurden einige Städte in Flandern zerstört. Als Ausgleich dafür annektierte Belgien nach dem Krieg die mehrheitlich von Deutschen bewohnten Gebiete der Region um Eupen und Malmedy, die desweiteren eingeforderten Gebiete bis zum Rhein hin wurden dem Staat allerdings nicht übertragen; die vertraglich vereinbarte Volksabstimmung in Eupen-Malmedy wurde vom belgischen Staat nicht durchgeführt. Bis 1922 war es verboten, niederländisch zu sprechen. Im zweiten Weltkrieg verhielt sich das Land anfangs neutral, wurde aber wieder als Durchgangsland nach Frankreich benutzt und besetzt und gelangte so in den Einflussbereich der Hitler-Diktatur des Deutschen Reiches. Bis zur Befreiung durch die Westalliierten hatte es - wie halb Europa - unter der Willkürherrschaft der Nazis und die jüdische Bevölkerung unter ihrer Verfolgung zu leiden; Städte und Landschaften blieben aber weitgehend von Kriegszerstörungen verschont. Lediglich im Osten des Landes, im Gebiet der deutschen Wohnbevölkerung, vor allem um die Stadt Sankt Vith, kam es zu schweren Zerstörungen infolge der Ardennenoffensive im Winter 1944-1945.
Die bereits seit 1944 geplante Zoll- und Wirtschaftseinheit von Belgien, den Niederlanden und Luxemburg wurde im Haager Vertrag am 3. Februar 1958 vereinbart und ist am 1. November 1960 in Kraft getreten (Benelux-Staaten). Belgien gehörte mit zu den Gründerstaaten der EWG und spielt seither eine wichtige Rolle im europäischen Einigungsprozess. Das Land wurde Sitz internationaler Organisationen, wie der NATO und der Europäischen Union.
Siehe auch: Liste der belgischen Ministerpräsidenten, Belgisch-Kongo
Politik
Belgien ist eine bundesstaatlich organisierte parlamentarische Monarchie.
Der Föderalstaat wird aus dem König und 15 vom Parlament betrauten Mitgliedern gebildet (Exekutive), sowie dem Bundesparlament (Legislative). Das Parlament besteht aus der Abgeordnetenkammer mit 150 Mitgliedern und dem Senat mit 71 Mitgliedern. Während die Kammer Entscheidungsgewalt in Haushaltsangelegenheiten und der Vertrauensfrage hat, hat der Senat neben einer Beratungsfunktion Entscheidungsgewalt bei Interessenskonflikten zwischen den regionalen Parlamenten.
Die föderalen Institutionen sind verantwortlich für Justizwesen, Finanzpolitik, innere Sicherheit, Außenpolitik, Landesverteidigung und soziale Sicherheit.
Parteien:
(die meisten Parteien sind entweder flämisch/niederländisch oder französisch/wallonisch/deutsch)
- Ecolo, wallonische Grüne (zurzeit 4 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- Groen!, ehemals Agalev, flämische Grüne
- VLD, Vlaamse Liberalen en Democraten, flämische Liberale (zurzeit 25 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- MR, Mouvement Réformateur, oder Partei für Freiheit und Fortschritt, wallonische Liberale (zurzeit 25 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- Vivant, Bundesweite Liberale
- CD&V, Christen-demokratisch & Vlaams, flämische Christdemokraten (zurzeit 21 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- CDH, Demokratisches und Humanistisches Zentrum, wallonische Christdemokraten (zurzeit 7 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- SP.a, Sociaal Progressief Alternatief, flämische Sozialisten (zurzeit 23 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- PS, Sozialistische Partei, wallonische Sozialisten (zurzeit 25 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- Vlaams Belang, ehemals Vlaams Blok, flämische Nationalisten (zurzeit 18 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- FN, Le Front National, wallonische Nationalisten (zurzeit 1 Sitz in der Abgeordnetenkammer)
- N-VA, Nachfolgeparteie der Volksunie, Bündnis mit CD&V (zurzeit 1 Sitz in der Abgeordnetenkammer)
- SPIRIT, Nachfolgeparteie der Volksunie, Bündnis mit SP.a
Belgien ist von starker innerer Zerrissenheit vor allem zwischen der flämischen und wallonischen Volksgruppe geprägt. Tendenziell nehmen die Spannungen eher zu und radikale Parteien, die eine Auflösung des Gesamtstaats befürworten, wie etwa das Vlaams Belang, gewinnen mehr und mehr an Bedeutung.
Siehe auch: Flämisch-wallonischer Konflikt
Politische Gliederung
Hauptartikel: Politische Gliederung Belgiens
Belgien ist seit 1993 ein Bundesstaat, bestehend aus den Regionen Flandern und Wallonien sowie der Hauptstadtregion Brüssel. Darüber hinaus bestehen die drei (Sprach-)Gemeinschaften (Flämische Gemeinschaft, Französische Gemeinschaft Belgiens und Deutschsprachige Gemeinschaft). Regionen und Gemeinschaften haben unterschiedliche Zuständigkeiten und sind territorial nicht deckungsgleich.
Im Einzeln gilt folgendes:
- Die Flämische Gemeinschaft umfasst die Region Flandern sowie die niederländischsprachigen Institutionen in der Hauptstadtregion Brüssel.
- Die Deutschsprachige Gemeinschaft umfasst den östlichsten Teil der Region Wallonien.
- Die Französischsprachige Gemeinschaft umfasst die Region Wallonien im Übrigen sowie die französischsprachigen Institutionen in der Hauptstadtregion Brüssel.
Die Regionen Flandern und Wallonien sind ihrerseits jeweils in fünf Provinzen unterteilt.
Flandern:
- Antwerpen (Hauptstadt Antwerpen)
- Limburg (Hasselt)
- Ostflandern (Gent)
- Flämisch Brabant (Leuven)
- Westflandern (Brügge)
Wallonien:
- Henegouwen (Bergen)
- Lüttich (Lüttich)
- Luxemburg (Provinz) (Arlen)
- Namur (Namur)
- Wallonisch Brabant (Wavre)
Die unterste Ebene der Selbstverwaltung bilden die 589 Gemeinden.
Infrastruktur
Belgien ist ein wichtiges Transitland zwischen Mitteleuropa und Westeuropa.
Der wichtigste Hafen ist Antwerpen an der Schelde, einer der größten und wichtigsten Seehäfen der Welt.
Der wichtigste Flughafen des Landes ist Zaventem.
Belgien besitzt ein sehr gut ausgebautes Autobahnnetz, welches wie auch alle anderen Straßen in Belgien komplett mit Straßenlaternen ausgestattet und nachts beleuchtet ist.
Die staatliche Eisenbahngesellschaft heißt NMBS/SNCB und betreibt eines der am dichtesten ausgebauten Bahnnetze weltweit.
Belgien besitzt einige Atomkraftwerke. 1999 wurde ein Atomausstieg vom Parlament beschlossen.
Wirtschaft
- Verteilung der erwerbstätigen Bevölkerung nach Sektoren (2000):
- Agrarwirtschaft: 2,0 %
- Industrie: 23,4 %
- Dienstleistungssektor: 74,6 %
Der Tourismus spielt in Belgien eine große Rolle. Neben den beliebten Ferienbadeorten an der belgischen Nordseeküste (Bredene, De Panne, Nieuwpoort, Oostende u. a.), sind auch die Ardennen eine viel besuchte Urlaubsregion. Von der belgischen Nordseeküste aus kann man viele Tagestouren unternehmen, etwa in die Nachbarländer Frankreich und Niederlande oder Großbritannien. Auch Städtetouren nach (Brüssel, Brügge, Hasselt, Gent, Antwerpen u. a.) sind empfehlenswert.
Kultur
Belgische Persönlichkeiten
- Die Hl. Gudula von Brüssel und Eibingen ist Patronin der Stadt Brüssel und belgische Nationalheilige.
- Bekannte Maler sind Peter Paul Rubens, Pieter Bruegel der Ältere, James Ensor und der Surrealist René Magritte.
- Weltweit bekannte Schriftsteller sind Charles DeCoster, Émile Verhaeren, Maurice Maeterlinck und Georges Simenon.
- Weitere Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts sind der Sänger und Chansonnier Jacques Brel, der Jazz-Musiker Toots Thielemans, der Actionfilm-Held Jean-Claude Van Damme und die Schauspielerin Jasmin Schwiers.
- Bekannte Sportler sind die Tennisspielerinnen Kim Clijsters und Justine Henin-Hardenne, die Fußballer Jean-Marie Pfaff und Marc Wilmots.
Siehe auch: Liste bekannter Belgier
Gastronomie
Eine typische belgische Küche gibt es nicht, da sie sehr stark der französischen Küche ähnelt. Es wurde aber eine weltbekannte Erfindungen in Belgien gemacht, die häufig falsch eingeordnet wird: Pommes Frites. Viele Belgier haben Zuhause eine Friteuse stehen und essen meistens mindestens einmal in der Woche Fritten. Die sogenannten Brüssel'sche Waffeln oder auch Belgischen Waffeln sind auch sehr typisch für Belgien. Desweiteren ist Belgien für seine Pralinen bekannt, welche zur Weltspitze gehören. Eine weitere Besonderheit ist das belgische Bier, welches im Gegensatz zu deutschem gewöhnlich wesentlich mehr Alkohol enthält und sehr unterschiedlichen Geschmack haben kann. Dieses Bier ist vorallem auch im Ausland beliebt.
Sport
Der beliebteste Sport in Belgien ist Fußball. Die 1. belgische Liga ist eine der ältesten der Welt. In den 70 und 80 Jahren des letzten Jahrhunderts gehörte das belgische Nationalteam (auch: Rote Teufel) zur Internationalen Spitze. Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 kann Belgien, auf Grund eines schlechten Qualifizierungsplatzes nicht.
Belgien hat auch einige Berühmtheiten im Fahrradfahren hervorgebracht. So gehörten und gehören Eddy Merckx, Roger De Vlaeminck und Johan Museeuw zu den besten Fahrradfahrern in Europa und der Welt.
Comics
Worauf die Belgier warscheinlich am meisten stolz sind, sind die Comics. Comics sind generell sehr populär in Belgien, es stammen aber auch viele berühmte Comiczeicher und Autoren aus Belgien.
Die berühmtesten sind Jean Graton (Michel Vaillant), Morris (Lucky Luke), Hergé (Tim und Struppi), Peyo (Die Schlümpfe und weiteres) und Franquin (Spirou und Fantasio, Gaston und Marsupilami.
In Belgien ist es auch möglich, Comic als Studienrichtung an Kunsthochschulen wie der Königlichen Akademie für bildende Kunst und der Saint-Luc-Hochschule in Brüssel zu studieren.
Sonstiges
- Sankt Nikolaus (6. Dezember) ist in manchen Regionen weitaus wichtiger als Weihnachten. In vielen Familien gibt es zu Sankt Nikolaus die Geschenke und zu Weihnachten wird nur zum Gottesdienst gegangen.
- Sommerzeit: vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober, GMT + zwei Stunden.
Bildung
Belgien hat 11 Universitäten:
Katholieke Universität Leuven, Universität Gent, Universität Antwerpen, Universität Hasselt, Freie Universität Brussel (niederländisch), Katholieke Universität Brussel (niederländisch), Université Libre de Bruxelles, Facultés Universitaires Saint Louis à Bruxelles, Université de Liège, École Polytechnique de Mons, Facultés Universitaires Notre-Dame de la Paix Namur, Université Catholique de Louvain.
Neben den Universitäten existieren in den drei Gemeinschaften zahlreiche Hochschulen (Hautes Ecoles/Hogeschool) und mehrere Kunsthochschulen (Ecoles Supérieures des Arts).
Das Bildungssystem ist in Belgien auf Grund der Autorität der einzelnen Gemeinschaften unterschiedlich, das Hochschulwesen wurde aber im Zuge des Bologna-Prozesses weitgehend auf zwischengemeinschaftlicher und europäischer Ebene vereinheitlicht.
Schule in Flandern
Ab 3 oder 4 Jahren besuchen Kinder normalerweise eine Art Kindergarten mit Vorschule. Ab 6 Jahren gehen die Kinder 6 Jahre auf die Basis Schule. Belgische Schulen sind entweder staatlich oder katholisch, wobei aber die katholischen Schulen auch vom Staat gefördert werden. Es zeigt sich die Tendenz, dass katholische Schulen in der Regel ein höheres Niveau haben als Staatliche. Das trifft aber nicht in jedem Fall zu. Die erste Fremdsprache ist Französisch, welche ab dem fünften Lehrjahr unterrichtet wird. ab dem siebenten Lehrjahr wird der Unterricht dann auf eine der sekundären Schulen genommen. Die Sekundärschulen werden wie folgt unterteilt:
- ASO (Allgemeiner Sekundärer Unterricht (Onderwijs))
- KSO (Kunst bildender Sekundärer Unterricht)
- TSO (Technischer Sekundärer Unterricht)
- BSO (Beruflicher Sekundärer Unterricht)
Englischunterricht hat man ab dem zweiten Lehrjahr des sekundären Unterrichts auf einer ASO. Gewöhnlich kann ein Schüler zwischen den folgenden Richtungen wählen: Mathematik, Griechisch, Latein. In den späteren Jahren kommen noch weitere Richtungen wie Ekonomie und moderne Sprachen und Wissenschaften hinzu. Jeder Belgische Schüler der fünften und sechsten Klasse auf einer ASO hat auch mindestens eine Stunde Deutsch pro Woche. Manchmal auch 3.
Auf KSO Schulen, die selten oder garnicht bestehen, wenn, dann meistens nur in sehr grossen Städten, hat der Schüler die Auswahl zwischen z.B. Comiczeichnen, Computergrafik etc. Der Schüler nimmt aber dennoch auch an Englisch und Französisch Unterricht sowie Mathematik.
Schulpflicht besteht bis 18 Jahre. Sobald man 18 ist kann man die Schule verlassen oder warten, bis man das Diploma (vergleichbar mit dem Abitur) bekommt.
Umwelt
Der Kohlenstoffdioxidausstoß pro Kopf des Landes gehört zum weltweit höchsten.
Weitere Themen
- Belgische Streitkräfte
- Portal:Benelux
- Belgisches Französisch
- Portal:Belgien
Literatur
- Frank Berge, Alexander Grasse: Belgien - Zerfall oder föderales Zukunftsmodell?. Der flämisch-wallonische Konflikt und die Deutschsprachige Gemeinschaft. Leske und Budrich, Opladen 2003 (Regionalisierung in Europa, Band 3), ISBN 3-8100-3486-X
Weblinks
- [http://www.belgium.be Föderale Portalseite Belgiens]
- [http://www.monarchie.be Website des Königshauses]
- [http://europa.eu.int/scadplus/citizens/de/be/10797.htm Politisches System Belgiens]
- [http://www.senate.be/doc/const_de.html Die Verfassung Belgiens]
- [http://www.knightsofrizal.de/na-be-noten.html Die Nationalhymne zum Anhören und Noten]
-
Kategorie:Staat
Kategorie:Land in der EU
Kategorie:Monarchie
als:Belgien
fiu-vro:Belgiä
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th:ประเทศเบลเยียม
zh-min-nan:Belgien
Großherzogtum Luxemburg
Das Großherzogtum Luxemburg ist ein Staat in Mitteleuropa. Es grenzt an Frankreich und Belgien sowie an die deutschen Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland.
Geographie
Der Norden des Landes ist ein Teil der Ardennen und wird Ösling genannt. Es liegt auf durchschnittlich 400 bis 500 Metern über dem Meeresspiegel. Die Landschaft im Ösling ist geprägt von bewaldeten Bergen und Hügeln und tiefen Flusstälern, wie zum Beispiel der Sauer. Mit 558,35 Metern stellt der „Burgplatz“ in Huldange (deutsch: Huldingen) die höchste Erhebung des Landes dar.
Im Süden liegt das fruchtbare Gutland, das zum Lothringer Stufenland gehört. Dieses Gebiet weist eine höhere Bevölkerungs- und Industriedichte als das Ösling auf. Der niedrigste Punkt des Landes, Spatz genannt (129 Meter ü.M.), befindet sich am Zusammenfluss von Sauer und Mosel in Wasserbillig.
Da das Klima des Landes durch atlantische Westwinde beeinflusst wird, sind die Temperaturen und Niederschlagswerte im allgemeinen mäßig.
Wichtige Flüsse Luxemburgs sind die Mosel, die im Südosten den Grenzfluss zu Deutschland bildet, die Sauer, die Our und die Alzette.
Siehe auch: Flüsse in Luxemburg
Bevölkerung
Luxemburg hat etwa 462.500 Einwohner. Nationalsprache ist Luxemburgisch („Lëtzebuergesch“), ein moselfränkischer Dialekt des Hochdeutschen. Nach Schätzungen bekennen sich etwa 90 Prozent der Bevölkerung zum römisch-katholischen Glauben.
Luxemburg besitzt einen hohen Ausländeranteil von 39,0 Prozent (2005). 14,1 Prozent der Gesamtbevölkerung sind Portugiesen, 4,8 Prozent Franzosen, 4,2 Prozent Italiener, 3,5 Prozent Belgier, 2,3 Prozent Deutsche und 1,0 Prozent Briten (2004). 7.500 Ausländer arbeiten bei den in Luxemburg angesiedelten europäischen Institutionen. Den niedrigsten Anteil hat die ausländische Bevölkerung in der Gemeinde Hoscheid – auf deren 418 Einwohner kommen 12,2 Prozent Ausländer – den höchsten hat Fels (franz. Larochette) mit 61,5 Prozent. In der Hauptstadt liegt er bei circa 53,7 Prozent. Dem Patriotismus und der Verbundenheit mit der Heimat wird in Luxemburg trotz allem ein sehr hoher Stellenwert zugesprochen, unter anderem in der (aus der Zeit der Okkupation übernommenen) Parole „roude Léiw huel se“ oder aber auch „Mir wëlle bleiwen wat mir sin“ (wir wollen bleiben was wir sind).
Des Weiteren arbeiten in Luxemburg knapp über 113000 Grenzpendler aus den umliegenden Nachbarregionen (2005). 52,3 Prozent der Pendler kommen aus dem französischen Lothringen, 27,3 Prozent aus Belgien und 20,3 Prozent aus Deutschland (2003). Insgesamt macht dieser Anteil der Arbeitnehmer 40 % der in Luxemburg Beschäftigten aus.
Die Sprachsituation in Luxemburg ist sehr komplex. Da Luxemburgisch geographisch auf sehr begrenztem Raum gesprochen bzw. verstanden wird, sieht sich die Bevölkerung gezwungen, mindestens eine weitere Fremdsprache, z. B. Deutsch, Französisch oder Englisch zu beherrschen. Dazu kommt, dass in der Justiz ausschließlich Deutsch, in Banken oder Geschäften ausschließlich Französich gesprochen wird. (Ausnahme: Kleine Geschäfte in Dörfern etc. oder Kassiererinnen aus dem Ausland) Laut einer Erhebung des Eurobarmoter 2005, beherrschen 99 % der Befragten eine weitere Fremdsprache. Damit ist Luxemburg Spitzenreiter in Europa.
Im Jahr 1986 wurde das Volk Luxemburgs mit dem Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet. Hiermit wurde anerkannt, dass Luxemburger zu überzeugten Europäern der ersten Stunde zählen und luxemburgische Politiker wichtige Beiträge zur europäischen Einigung geleistet haben. Der Text, der an Jean (Johann) Großherzog von Luxemburg stellvertretend für sein Volk überreichten Medaille lautet: Karlspreis der Stadt Aachen 1986. Das Volk Luxemburgs, Vorbild der Beharrlichkeit auf dem Weg zur Einheit Europas.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Luxemburgs
Die ersten Besiedlungsspuren im Gebiet des heutigen Luxemburg stammen von den Kelten, die schon im 2. Jahrhundert v. Chr. hier siedelten. Um 58–51 v. Chr. eroberte Gaius Julius Cäsar Gallien und so gehörte auch Luxemburg zum Imperium Romanum.
Im 5. Jahrhundert n. Chr. verdrängten die Franken, wie in ganz Gallien, die römische Herrschaft. Wandermönche sorgten für eine allmähliche Christianisierung.
698 wurde bereits das Kloster Echternach von dem angelsächsischen Missionar Willibrord gegründet.
963 wurde die Stadt Luxemburg und die Grafschaft Luxemburg von Graf Siegfried gegründet. Er erwarb den kleinen Bockfelsen im Alzettetal durch einen Tauschhandel mit dem St.-Maximin-Kloster in Trier, dem er dafür Land im heutigen Ösling (Feulen) gab. Damit war der Grundstein für das Haus Luxemburg gelegt, woraus später 5 römisch-deutsche Kaiser oder Könige entspringen sollten (Heinrich VII. (1308), Karl IV. (1346, zweite Wahl 1347; Kaiser seit 1355), Wenzel (Wahl zum römisch-deutschen König erfolgte noch zu Lebzeiten Karls 1376), Jobst von Mähren (1410; umstrittene Wahl zwischen ihm und Sigismund) und Sigismund (1410 und noch einmal 1411 gewählt)).
Im Jahre 1354 wurde Luxemburg unter der Herrschaft Wenzels I. von Kaiser Kaiser Karl IV. zum Herzogtum erhoben.
Unter Karl IV. gehörten Luxemburg und Teile Belgiens zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. 1482 fiel es an die Habsburger, 1555 an deren spanische Linie, die 1659 im Pyrenäenfrieden den Süden von Diedenhofen bis Montmédy an Frankreich abtreten musste (1. Luxemburger Teilung). 1684 bis 1697 war das Land infolge der Reunionen Ludwigs XIV. in französischem Besitz. Nach dem Spanischen Erbfolgekrieg fällt Luxemburg 1713 an die Österreichischen Niederlande, 1795/1801 bis 1814 gehörte es zu Frankreich.
Auf dem Wiener Kongress wird das Großherzogtum in den Deutschen Bund und gleichzeitig in Personalunion mit dem Königreich der Niederlande verbunden (2. Teilung). Jedoch wird es ein souveränes Großherzogtum. 1830 schloss es sich der belgischen Revolution an; die wallonische Westhälfte wurde 1839 an Belgien abgetreten. Diese 3. Teilung wird allerding erst als der Beginn der eigentlichen Souveränität gesehen. Auch nach der Auflösung des Deutschen Bundes (1866) blieb Luxemburg weiterhin im Deutschen Zollverein (1843–1919). Die sogenannte Luxemburgkrise, bei der Napoleons III. versucht hatte Luxemburg zu kaufen mündete in den zweiten Londoner Vertrag von 1867, der Luxemburg für neutral erklärt. Nach dem Aussterben des Mannesstammes des niederländischen Königshauses gelangten 1890 die früheren Herzöge von Nassau in Luxemburg an die Regierung. Damit hat Luxemburg seine eigene Dynastie, das Haus Nassau-Weilburg. Seit 2000 regiert der sechste Spross dieser Dynastie Großherzog Henri.
Im Ersten Weltkrieg (1914–1918) wurde das neutrale Luxemburg von den Truppen des deutschen Kaiserreiches besetzt.
1922 schloss es mit Belgien die „Union Économique Belgo-Luxembourgeoise“ ab. Hierin wurde u. a. die Parität zwischen belgischem und luxemburger Franken beschlossen, welche durch die Einführung des Euro überflüssig wurde.
Im Zweiten Weltkrieg (1939–1945) wurde das immer noch neutrale Land von der deutschen Wehrmacht besetzt, ab 1942 sogar vom Dritten Reich annektiert, und hatte besonders schlimm unter der Nazi-Diktatur zu leiden. So versuchten die Besatzer, Luxemburg zu „germanisieren“. Dies beinhaltete, dass französische Vor- und Nachnamen verdeutscht wurden (nicht immer sinngemäß). Der Gebrauch der französischen Sprache sowie französischer Ausdrücke im „Lëtzebuergesch“ wurde verboten. Eine Untergrundorganisation gab es zwar in Luxemburg, doch war sie aufgrund der Größe nicht mit der in Frankreich zu vergleichen. Allerdings bekundete die Bevölkerung offen ihre tiefe Abneigung gegenüber den Besatzern. So war Luxemburg der einzige besetzte Staat, der mit einem Generalstreik gegen die Zwangsrekrutierung protestierte. Andere, subtilere Arten des Protestes waren der sog. „Spéngelkrich“ und die durch die Nazis erhobene Volkserhebung, in der über 90 % der Bevölkerung angaben, Luxemburger zu sein, sich dem luxemburgischen Staat angehörig zu fühlen und als Muttersprache „Lëtzebuergesch“ zu reden. Die Erlebnisse des Zweiten Weltkrieges und insbesondere die zwanghafte „Verdeutschung“ förderten die vermehrte Aufnahme französischer Ausdrücke in die Luxemburger Sprache und festigten die Sprache „Lëtzebuergesch“ als nationales Symbol. Viele Ortschaften wurden im Weltkrieg zerstört, insbesondere während der Ardennenoffensive, welche den Norden des Landes schwer traf. Junge Luxemburger, welche vor der Zwangsrekrutierung ins Ausland fliehen konnten, schlossen sich mehrheitlich den Alliierten an. Sie nahmen, in ein belgisches Bataillon integriert, an der Landung in der Normandie teil. Luxemburg gehört offiziell zu den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Zoll- und Wirtschaftsunion schrittweise auf die Niederlande ausgedehnt (Benelux-Staaten). 1948 wurde formell die seit 1867 bestehende „immerwährende Neutralität“ aufgehoben.
1952 wird Luxemburg Sitz der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), auch Montanunion genannt.
Unter den Kabinetten Dupong (1945–1953) und Bech (1953–1958) wurde Luxemburg Mitglied
- der Vereinten Nationen (1945),
- des Europarats,
- der OEEC (Vorläufer der OECD),
- der NATO,
- der Montanunion,
- der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und
- der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM).
Luxemburg ist Gründungsmitglied der Europäischen Union und ist heute Sitz des EU-Ministerrates, des Europäischen Gerichtshofes, der EU-Kommission, der Europäischen Investmentbank und des Europäischen Rechnungshofes. Am 1. Januar 2002 wurde auch in Luxemburg der Euro als offizielles Zahlungsmittel im Bargeldverkehr eingeführt.
Politik
Luxemburg ist eine konstitutionelle Monarchie in Form einer parlamentarischen Demokratie. Laut der Verfassung von 1868 ist das Staatsoberhaupt der Großherzog. Die Gesetzgebung ist Aufgabe des Einkammerparlaments, das alle fünf Jahre gewählt wird (immer dann, wenn Europawahlen sind).
Die exekutive Gewalt wird vom Großherzog und der Regierung ausgeübt. Die aktuelle Regierung ist seit dem 31. Juli 2004 im Amt und setzt sich zusammen aus dem Premierminister, der auch den traditionellen Titel Staatsminister führt, zwölf Ministern, einem delegierten Minister und einer Staatssekretärin. Ein beratendes Organ ist der Staatsrat, der aus 27 Mitgliedern besteht und zu je einem Drittel vom Parlament, vom Großherzog und vom Staatsrat selbst ernannt wird. Wer einmal in das luxemburgische Wählerverzeichnis eingetragen ist, hat eine Wahlpflicht.
- Siehe auch: Liste der Premierminister von Luxemburg, Liste der Großherzöge Luxemburgs, Liste der Parteien in Luxemburg
Justiz
Im Großherzogtum gibt es drei Friedensgerichte (in Esch-sur-Alzette, Luxemburg und Diekirch), zwei Bezirksgerichte (in Luxemburg und Diekirch) und einen Oberen Gerichtshof (Luxemburg), der den Berufungsgerichtshof und den Kassationshof umfasst.
Des Weiteren gibt es ein Verwaltungsgericht (in Luxemburg) und einen Verwaltungsgerichtshof (Luxemburg) sowie einen Verfassungsgerichtshof (Luxemburg).
Bildung
Seit 2001 plante die Regierung eine eigenständige Universität aufzubauen. In den Bereichen Medizin, Naturwissenschaften, Technik, Recht, Wirtschaft sowie Sozial- und Erziehungswissenschaften werden inzwischen in insgesamt 5 Fakultäten Studenten ausgebildet. Allerdings sind die Studiengänge nicht vollständig in Luxemburg zu belegen, so dass weiterhin mehrsemestrige Studienaufenthalte im Ausland notwendig bleiben. Dabei spielen besonders belgische, französische und deutsche Universitäten eine wichtige Gastgeberrolle; insbesonders auch deshalb, weil in Luxemburg bewusst nicht alle Studiengänge angeboten werden.
Durch den Aufbau der Universität soll der Forschungsstandort Luxemburg gestärkt und der Wirtschaftsstandort Luxemburg gefestigt werden. Außerdem sollen vermehrt ausländische Studenten nach Luxemburg gelockt werden.
Militär
Luxemburg besitzt eine kleine, ca. 1.000 Soldaten starke Freiwilligenarmee. Daneben gab es bis 2001 eine etwa 600 Mann starke Gendarmerie, die mittlerweile mit der Polizei fusioniert ist. Die Armee ist in ein Infanteriebatallion und zwei Aufklärungskompanien gegliedert. Mit einer dieser beiden Kompanien beteiligt sich Luxemburg am Eurokorps.
Eigene Marine- und Luftstreitkräfte besitzt Luxemburg jedoch nicht. Aus juristischen Gründen sind allerdings die Aufklärungsflugzeuge der NATO (AWACS) in Luxemburg registriert; sie fliegen somit unter luxemburgischem Hoheitszeichen. Luxemburg beteiligt sich in enger Kooperation mit Belgien außerdem an der Finanzierung und am Betrieb der zukünftigen Militärtransporter Airbus A400M.
Luxemburger Soldaten sind an EUFOR (Bosnien) und KFOR (Kosovo) sowie an der ISAF-Mission (Afghanistan) beteiligt.
Der Verteidigungshaushalt betrug 2004 rund 208 Millionen Euro oder 0,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Verwaltungsgliederung
Bruttoinlandsprodukt
Das Land wird untergliedert in drei Distrikte (Grevenmacher, Luxemburg, Diekirch) mit zwölf Kantonen und 116 Gemeinden.
Siehe auch: Liste der Distrikte in Luxemburg
- Liste der Städte im Großherzogtum Luxemburg
- Liste der Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg
Wirtschaft
1839-1885
1839 war Luxemburg ein kleines isoliertes Agrarland. Um aus dieser Isolation auszubrechen tritt Luxemburg 1842 dem deutschen Zollverein bei. Durch den Bau von Eisenbahnlinien bekommt Luxemburg bessere Verkehrsverbindungen zu Deutschland, Belgien und Frankreich.
1886-1918
Im Süden Luxemburgs gibt es reichlich Eisenerzvorkommen, die aber nicht effizient genutzt werden können, bis 1886 der Engländer Sidney Thomas das Thomas-Verfahren entwickelt, welches es erlaubt phosphorreiches Eisenerz zu schmelzen.
1886 markiert den Startschuss für die moderne Eisenindustrie in Luxemburg. Deutsches Kapital und deutsche Arbeitskräfte helfen die Industrie aufzubauen. So wird aus einem Agrarstaat langsam eine Industrienation.
1919-1945
80% der Industrieproduktion wurde exportiert. Als Mitglied des Zollvereins exportierte Luxemburg vor allem nach Deutschland. Doch nach dem Ersten Weltkrieg musste Luxemburg aus politischen Gründen diese Zollunion aufgeben.
Luxemburg muss sich also 1919 nach einem neuen Wirtschaftspartner umsehen. In dem Referendum vom 20. September 1919 werden die Luxemburger unter anderem dazu aufgefordert sich für Frankreich oder Belgien als neuen Wirtschaftspartner zu entscheiden. 73% der Bevölkerung sprechen sich für Frankreich aus. Doch es sollte anders kommen, am 10 Mai 1920 informiert Frankreich die Luxemburger Regierung, dass es nicht die Absicht hat eine Wirtschaftsunion mit Luxemburg einzugehen. Also ist Luxemburg gezwungen mit Belgien zu verhandeln. Nach langwierigen Verhandlungen wird die UEBL (Union economique belgo-luxembourgeoise) 1921 gegründet. Sie trat offiziell 1922 in Kraft. Die UEBL führt unter anderem dazu, dass Luxemburg in eine Währungsunion mit Belgien eintritt, die bis zur Einführung des Euro im Jahre 1999 andauerte.
Die Luxemburger Eisenindustrie musste sich den neuen Gegebenheiten anpassen:
- Erstens wurde das Kapital der Firmen umstrukturiert. Deutsche Aktionäre stiegen aus und Belgische und Französische Aktionäre kamen hinzu.
- Zweitens musste sich die ganze Industrie von einem großen Binnenmarkt (der Markt der Zollunion) auf einen Weltmarkt umstellen.
1929, das Jahr der Weltwirtschaftskrise war für Luxemburg ein wichtiges Jahr, weil einerseits die Luxemburger Börse (Bourse de Luxembourg) gegründet wird, andererseits weil das Parlament (Chambre des Députés) ein Gesetz über Steuerermäßigungen für Holdinggesellschaften beschloss. Diese Gesetzgebung bietet die Grundlage für den späteren Finanzplatz Luxemburg.
Die 1930er Jahre sind überschattet von wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krisen. Gewerkschaften werden gegründet, Massenstreiks werden veranstaltet und die Regierung versucht die kommunistische Partei mit dem Maulkorbgesetz zu verbieten.
1946-1949
1947 ratifiziert das Parlament den BENELUX Vertrag der zur Gründung einer Zollunion zwischen Belgien, den Niederlanden und Luxemburg führt.
1950-1974
Als einer der wichtigsten Stahlproduzenten in Europa ist Luxemburg 1951 Gründungsmittglied der EGKS der (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl). Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Belgien und Luxemburg einigen sich ihre Kohle und Stahlproduktion unter ein supranationales Kontrollorgan mit Sitz in Luxemburg zu stellen.
1975-2000
Kultur
Bibliothekswesen
Das Buch- und Bibliothekswesen entwickelte sich aufgrund der politischen Situation nur zögerlich in Luxemburg.
Auf dem Territorium des ehemaligen Herzogtums gab es viele bedeutende Klosterbibliotheken, wie zum Beispiel in Echternach, Orval und in Luxemburg (Stadt) die Münsterabtei sowie die Bibliothek des 1773 aufgelösten Jesuitenordens. Während der Französischen Revolution gelangte 1795 ein Teil dieser Bücher in die „Écoles Centrales“ oder später auch in ein „Dépôt littéraire“, viele Bücher werden jedoch auch als Kriegsbeute in ganz Europa verstreut. Trotzdem entsteht 1798 in Luxemburg die erste öffentliche Bibliothek, aus der sich etwa 50 Jahre später die heutige Nationalbibliothek entwickelt.
Diese zentrale Bibliothek entsteht erst, als 1848 die Stadtbibliothek Luxemburg, die Bibliothek des Athenäums und die Bibliothek der Gesellschaft für Forschung und Erhaltung der geschichtlichen Denkmäler im Großherzogtum Luxemburg zusammengelegt werden. Die Bibliothek konnte im Laufe der Zeit zur wichtigsten zentralen Dokumentationsstelle des Landes ausgebaut werden.
Heute ist die Nationalbibliothek für den Erhalt des Bestandes an luxemburgischen Druckwerken zuständig. Sie sammelt alle in Luxemburg gedruckten und verlegten Veröffentlichungen und erwirbt im Ausland verlegte Veröffentlichungen mit Bezug zu Luxemburg oder von Luxemburgern. Die Luxemburgensia-Abteilung umfasst 150.000 Bände sowie 3.000 Zeitschriftentitel.
Die Nationalbibliothek ist die größte wissenschaftliche Bibliothek Luxemburgs. Alle Wissenschaftsbereiche sind hier vertreten. Der Allgemeinbestand umfasst rund 750.000 Bände und 3.500 internationale Zeitschriftentitel aller Disziplinen. In den Lese- und Nachschlageräumen sind rund 30.000 Bände frei zugänglich. Pro Jahr wird der Allgemeinbestand um rund 10.000 Bände erweitert.
Nicht nur das Bibliothekswesen, sondern auch das Buchwesen an sich entwickelte sich relativ spät in Luxemburg.
Die ersten Druckschriften erschienen erst gegen Ende des 16. Jh., das erste vollständig in luxemburgischer Sprache gedruckte Buch im Jahre 1600. Außer an Schulbücher und religiöse Handschriften gab es keine Nachfrage an Büchern. Erst 1704 erschien die erste luxemburgische Zeitung in französischer Sprache („La Clef du Cabinet des Princes“), 1824 die erste Zeitung in deutscher Sprache („Luxemburger Wochenblatt“).
Die luxemburgische Sprachsituation erfordert außerdem eine kostenintensive Anschaffung von Literatur in mindestens drei Sprachen, d. h. jedes Buch über ein bestimmtes Thema muss in mindestens zwei Sprachen (dt. & frz.) angeschafft werden. Die zweitbedeutendste Bibliothek ist die nur im Rahmen der Schloßbesichtigung öffentliche Hofbibliothek mit immerhin 30000 Bänden und bedeutenden Sammlungen. Sie ist erst zu 10 % erschlossen und noch weitgehend unbekannt.
Wichtige wissenschaftliche Bibliotheken sind neben der Bibliothèque Nationale, das Centre Universitaire, einige spezialisierte Bibliotheken (Centre national de la littérature, Bibliothèque du Grand Seminaire etc.), die Bibliotheken der ausländischen Kulturinstitute und die Bibliotheken europäischer Institutionen: die Europäische Kommission, das Europaparlament, der Europäische Gerichtshof und die Europäische Investitionsbank etc.
Film
Luxemburgs Filmszene ist klein. Filme auf Luxemburgisch werden nur alle paar Jahre gedreht. Dafür kommen diese aber beim Publikum recht gut an. Bedeutender sind die ausländischen Produktionen, die Luxemburg wegen der landschaflichen Vielfalt und den günstigen Bedingungen zu schätzen wissen. Zu diesen Filmen zählt auch „Girl with a Pearl Earring“ (2003) mit Scarlett Johansson der für drei Oscars nominiert wurde.
International bekannte luxemburgische Schauspieler sind u. a. Thierry van Werveke (als Henk in „Knockin' On Heaven's Door“) oder André Jung der vom Magazin Theater Heute zweimal (1981 & 2002) zum besten Schauspieler gewählt wurde.
Der wohl originellste Regisseur Luxemburgs ist Daniel Wiroth, welcher in seinen Filmen Realfilm mit Stop-motion-Animation verbindet und somit Welten voller Poesie erschafft.
Doch die junge luxemburger Filmszene ist am kreativen Brodeln. Als Beispiel dafür kann man die Initiativen von Filmreakter und Pyramid Pictures sehen.
Musik
Die Musikszene in Luxemburg gewinnt immer mehr an Bedeutung. Zwar sind die wenigsten Bands über die Landesgrenzen hinaus bekannt, doch entstehen jedes Jahr eine Menge talentierter Schüler- wie Studentenbands. Die Szene umfast fast alle Stile, die Verbreitesten sind aber Metal wie Rock Gruppen, die vor allem bei kleineren Veranstaltungen auftreten. Außerdem hat fast jede Gemeinde ihre eigene Dorfkapelle, die allen möglichen Festen auftreten. Gut besuchte und in de Regel hochkarätig besetzte Konzerte gibt es im Sommer im Rahmen der Aktion „Summer in the City“. Einer der Höhepunkte ist die „Blues'n'Jazz Rallye“ in der Altstadt und ein Konzert-Reigen auf dem Marktplatz.
Zu den bekanntesten Luxemburger Bands und Künstlern gehören: Fluyd, Cool Feet, Defdump, Fausti, Gast Waltzing, Gollo, Jimmy Martin, Mercury, Monika, Park Café, T42, The Gentles,disappointed, Inborn, ILL?, [http://www.inbetween.lu Inbetween]...
Die klassische Musik hat ebenfalls einen hohen Stellenwert im luxemburgischen Kulturleben. Zu den bekannten Größen gehören das Orchestre Philharmonique du Luxembourg (ehem. Symphonieorchester von RTL) sowie das Orchester der Streitkräfte. Außerdem hat Luxemburg eine Reihe hervorragender Solisten hervorgebracht, die etwa mit den [http://www.sel.lu Solistes Européens] unter der Leitung von Jack Martin Händler auftreten.
Theater
Theater hat in Luxemburg eine lange Tradition. In vielen Gemeinden gibt es Theatergruppen, und die Auftritte sind gut besucht. Die bedeutendsten Theater sind das Staats- und das Kapuzinertheater in Luxemburg (Stadt).
Sport
Die verbreiteste Sportart in Luxemburg ist Fußball. International ist die Nationalmanschaft aber vollkommen unbedeutend (Fifa Ranking: 155).
Erfolgreicher ist der Luxemburger Radsport. So siegte bereits vier Mal ein Luxemburger bei der Tour de France. Dies waren:
- François Faber 1909
- Nicolas Frantz 1927, 1928
- Charly Gaul 1958
Der Luxemburger Leichtathlet Josy Barthel gewann bei den XV. Olympischen Sommerspielen 1952 in Helsinki über 1500m als erster und bisher einziger Luxemburger olympisches Gold.
Immer populärer werden über die Jahre aber Ballsportarten wie Basketball oder Handball. Auch das Interesse an Kampfsport- und Kampfkunstarten ist am ständigen Wachsen, wie es der Erfolg der zahlreichen Judo- und Karatevereine zeigt.
Weitere Themen
- Liste der Städte im Großherzogtum Luxemburg
- Liste der Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg
- Portal:Benelux
Weblinks
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=99 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.land.lu/html/dossiers/dossier_drecker/bibliotheikhaff_210700.html Luxemburgensia]
Kategorie:Land in der EU
Kategorie:Monarchie
Luxemburg, Großherzogtum
!Großherzogtum Luxemburg
!Luxemburg
Kategorie:Karlspreis
als:Luxemburg
ja:ルクセンブルク
ko:룩셈부르크
ms:Luxembourg
simple:Luxembourg
th:ประเทศลักเซมเบิร์ก
zh-min-nan:Luxembourg
Luxemburg (Provinz)
Luxemburg ist der Name einer Provinz im wallonischen Landesteil Belgiens. Die Provinz liegt im Südosten Belgiens an der Grenze zum Großherzogtum Luxemburg. Provinzhauptstadt ist Arlon (deutsch Arel, niederländisch Aarlen).
Die Namensgleichheit mit dem Großherzogtum Luxemburg ist historisch damit zu begründen, dass nach der Belgischen Revolution 1830 und somit der Abspaltung der südlichen Provinzen der Niederlande Luxemburg zwischen Belgien und den Niederlanden - der niederländische König war in Personalunion gleichzeitig Großherzog von Luxemburg - aufgeteilt wurde. Die Teilung verlief weitgehend entlang der Sprachgrenze.
Kategorie:Belgische Provinz
Ardennenoffensive
Die Ardennenoffensive (auch Rundstedt-Offensive) fand gegen Ende des Zweiten Weltkrieges im Osten und Nordosten von Belgien sowie in Teilen des Großherzogtums Luxemburg statt. Betroffen waren die Gebiete um die Städte Bastogne, St. Vith, Rochefort, La Roche, Houffalize, Stavelot, Clerf, Diekirch, Vianden und die südlichen Ostkantone. Es war die letzte Offensive der deutschen Wehrmacht. Die deutschen Truppen versuchten vergeblich, an der Westfront wieder die Initiative zu ergreifen. Das Unternehmen "Wacht am Rhein" begann am 16. Dezember 1944.
Die militärische Lage im Sommer und Herbst 1944
Die Wehrmacht, einst als unbesiegbar geltend, zog sich unter unvorstellbaren Anstrengungen und wachsenden Personal- und Materialmangel auf die früheren Reichsgrenzen zurück. Im Norden mussten die deutschen Verbände, nachdem Finnland am 4. September 1944 mit der Sowjetunion Waffenstillstand geschlossen hatte, auf Nordnorwegen zurückgenommen werden. War dies auch ein empfindlicher Schlag für den operativen Zusammenhalt der Front im Nordosten, so lag doch die für das Deutsche Reich aus militärischen Gründen wichtigste Landfront im Osten. Hier befand sich die Wehrmacht seit der Katastrophe von Kursk im Juli 1943 in der strategischen Defensive. Auf einer Front von 2500 km hatten sowjetische Offensiven der Wehrmacht die bisher schwersten Niederlagen des Krieges beigebracht. Im Juni war die Heeresgruppe Mitte zusammengebrochen, im Juli wurde die Heeresgruppe Nordukraine zerschlagen und kurz darauf die Heeresgruppe Südukraine fast vernichtet. Die Heeresgruppe Nord, die sich Anfang September noch in Estland und dem westlichen Lettland festkrallte und damit eine schmale Verbindung zur Heeresgruppe Mitte halten konnte, wurde nach dem Durchstoß sowjetischer Verbände bis zur Ostsee im Oktober mit 27 Divisionen abgeschnitten. Im Südteil der Ostfront stand der Roten Armee nach dem Übertritt Rumäniens und Bulgariens zum Gegner das Tor zum Balkan offen. Sowjetische Panzer erreichten Anfang September das Eiserne Tor und die rumänisch-jugoslawische Grenze, stießen Mitte September in die ungarische Tiefebene vor und standen im Spätjahr vor Budapest. Gegenangriffe der Wehrmacht vermochten es, gegen Ende November die Ostfront auf einer Länge von 1200 km zwischen Ostsee und Karpaten mühsam zu stabilisieren. Von Juli bis November 1944 hatte das Ostheer rund 1,2 Millionen Soldaten verloren. Im November standen 131 deutsche Divisionen, davon 32 in Kurland und 17 in Ungarn gebunden, etwa 225 Infantriedivisionen und ca. 50 Panzergroßverbänden der Sowjets gegenüber. Personell und materiell waren die deutschen Truppen ausgebrannt. Die erwartete Winteroffensive aus der Tiefe der russischen Steppe musste den Zusammenbruch der Ostfront bringen. Im Südosten brachten die Erfolge der Roten Armee die deutsche Besatzungstruppe in Griechenland, Albanien und Jugoslawien in erhebliche Gefahr, abgeschnitten zu werden. Der Anfang Oktober befohlene Rückzug der Heeresgruppe E verlief zunächst geregelt, doch wurde es immer schwieriger, nach Herstellung der Verbindung mit der Heeresgruppe Süd bis November die Front zwischen Adria – Drau und zum Plattensee zu halten. Der italienische Kriegsschauplatz an der Südfront hatte nach der Invasion der Alliierten in der Normandie erheblich an Bedeutung verloren. Die Heeresgruppe C (Generalfeldmarschall Kesselring) konnte Ende November mit 23 Divisionen unterschiedlicher Qualität die Linie La Spezia – Rimini quer durch die Apennin zwar halten. Dennoch fiel die Bindung dieser Kräfte durch die Alliierten und durch eine lebhafte Partisanentätigkeit in der Gesamtheit durchaus ins Gewicht. An der Westfront hatte sich endgültig der Erfolg der alliierten Invasion in Nordfrankreich durch die deutschen Niederlagen bei Avranches und Falaise herausgestellt. In äußerst verlustreichen Kämpfen zog sich die Heeresgruppe B (Generalfeldmarschall Model) über die Seine nach Osten zurück. Nach der Landung amerikanischer und französischer Truppen in Marseille am 15. August mussten auch die in Süd-Südwestfrankreich verbliebenen beiden deutschen Armeen am Atlantik (Bordeaux) und am Mittelmeer zurückgenommen werden. Anfang September kam der Rückzug des Westheeres auf einer Linie zum Stehen, die von der Scheldemündung durch Südholland zum Westwall südlich Trier führte, von dort der Mosel folgte und dann die Grenze der Schweiz erreichte. Alle deutschen Verbände waren schwer angeschlagen, personell ausgedünnt, kaum noch im Besitz schwerer Waffen. Chronischer Betriebsstoffmangel führte zu einem empfindlichen Verlust an Beweglichkeit, der sich gegenüber der alliierten Luftüberlegenheit besonders verheerend auswirkte. Fieberhaft wurde der Westwall wieder aufgebaut und mit schnell zusammengerafften Einheiten besetzt. Mitte September standen bei der Heeresgruppe B (Scheldemündung bis Trier) auf rund 400 km Frontbreite 21 Infranteriedivisionen und sieben Panzerdivisionen weit überlegenen alliierten Kräften gegenüber. Insgesamt war die Wehrmacht an allen Fronten bis Spätherbst 1944 auf das ehemalige Reichsgebiet zurückgedrängt worden. Der Gegner zeigte sich mit zunehmender Tendenz personell und materiell weit überlegen und nutzte eindeutig den Besitz der operativen Initiative. An eine Veränderung dieser Verhältnisse war aus deutscher Sicht nicht zu denken. Im Gegenteil: Der Seekrieg, der auf deutscher Seite nur noch als U-Boot-Krieg gegen die feindlichen Handels- und Transportschifffahrt geführt werden konnte, war seit 1943 verloren. Seit Anfang dieses Jahres überstieg bei den Alliierten der Zuwachs an Tonnage die Verluste. Ebenso war der Luftkrieg 1944 längst entschieden. Für das Deutsche Reich stand er angesichts der gewaltigen zahlenmäßigen Überlegenheit des Feindes, der qualitativen Unterlegenheit der deutschen Flugzeugtypen und des zunehmenden Betriebsstoffmangels im Zeichen einer verzweifelten und hoffnungslosen Defensive. An der Front wie über dem Reichgebiet war den Alliierten die absolute Luftherrschaft zugefallen. Der Bau des einzigen Jagdflugzeugtyps, der wenigstens eine graduelle Wendung hätte herbeiführen können, der Me 262, wurde erst im Juni 1944 freigegeben, (nachdem Hitler über eine lange Zeit persönlich verboten hatte das neue Flugzeug als Jäger sondern als "Schnellbomber" zu produzieren und einzusetzen), zu einer Zeit, als die Entscheidung gegen Deutschland längst gefallen war.
Die politische Lage
Angesichts des drohenden militärischen Zusammenbruchs stand die innenpolitische Lage im Zeichen des totalen Krieges. Es ging um nichts weniger als um die Mobilisierung der letzten personellen, materiellen und moralischen Kräfte. Goebbels, zum Reichsbevollmächtigten für den totalen Kriegseinsatz ernannt, nutzte das von ihm erschreckend effizient beherrschte Instrument der Propaganda, um mit einem Gemisch aus Drohungen und Versprechungen, Lügen und Halbwahrheiten das Durchhaltevermögen der Deutschen zu stärken. Rigorose Maßnahmen und Eingriffe in das öffentliche, wirtschaftliche und private Leben sollten die letzten Leistungsreserven aktivieren. Die Unwilligen und Ungläubigen traf der brutale Terror von Himmlers allgegenwärtigem Polizei- und Unterdrückungsapparat. Außenpolitisch hatte sich das Reich im Herbst 1944 völlig isoliert. Italien hatte im September 1943 kapituliert. Im Sommer und Frühherbst 1944 sprangen die vormaligen Verbündeten Rumänien, Bulgarien und Finnland ab. Mit dem einzigen formal Verbündeten, Japan, das in schweren Kämpfen gegen die Alliierten im Pazifik stand, verbanden noch nicht einmal gemeinsame operative Absprachen. Eine Wende des Krieges war von dieser Seite nicht zu erwarten. Niemand, nicht einmal der Führer Hitler, konnte so vermessen sein, unter den gegeben Umständen eine politische Lösung zur Beendigung des Krieges völlig abzulehnen. Doch die Chancen für das deutsche Reich standen schlecht. Die Westmächte hatten sich seit der Konferenz von Casablanca im Januar 1943 unverrückbar auf die Forderung einer bedingungslosen Kapitulation festgelegt, die Hitler allerdings nicht anzunehmen bereit war. Gründe für diese Haltung der Westmächte gab es genug. Greueltaten des NS-Regimes waren bekannt und Roosevelt und Churchill lehnten es ab, mit dem Verbrecher Hitler zu verhandeln. Einem Verhandlungsfrieden stand auch der Kreuzzugscharakter des Krieges nach Art einer Strafexpedition entgegen. Schließlich wollte man sich nicht durch vorzeitige Absprachen mit dem Reich die völlige Handlungsfreiheit nach Kriegsende beschneiden lassen. Angesichts dieser Tatsache war ein Sonderfrieden mit dem Westen nicht zu erwarten. Stalin schien dagegen einem Friedensschluss nicht völlig abgeneigt. Verstimmungen zwischen ihm und den Westmächten waren unübersehbar, insbesondere im Hinblick auf die wiederholte Verzögerung bei der Eröffnung der Zweiten Front, die man seit 1943 zugesagt hatte. Es gab in der Tat mindestens zwei vorsichtige Kontakte zwischen deutschen und sowjetischen Vermittlern (in Schweden 1943 und durch Vermittlung Japans 1944), die Hitler jedoch ungenutzt verstreichen ließ. Insgesamt scheint es nach heutiger Kenntnis sehr unwahrscheinlich, dass die Sowjetunion ernsthaft einem Sonderfrieden zugestimmt hätte. Ein Sieg über Deutschland war mit all seinen Konsequenzen ein zu verlockendes Ziel. In dieser Ausweglosen Situation glaubten auf der anderen Seite einige hohe deutsche NS-Funktionäre daran, dass die westlichen Aliierten mit der Sowjetunion brechen würden und erkennen würden, dass sie mit Hilfe der standhaften deutschen Armee im Westen den "gemeinsamen bolschiwistischen Feind" im Osten zerschlagen könnten.
Der Spielraum für eine politische Lösung des Konflikts, die Möglichkeit für eine aktive Außenpolitik des Reiches, war damit nicht nur gering, er war vielmehr gleich Null.
Der Entschluss zur Offensive
In dieser Lage trat bei Hitler der Verlust der Fähigkeit, in realistischen politischen Kategorien zu denken, besonders deutlich zutage. Völliges Aufgehen in einem durch nichts begründetes Wunschdenken, weitgehende Unkenntnis außenpolitischer Zusammenhänge und der Spielregeln demokratischer Willensbildung in den Regierungen seiner westlichen Gegner ließen ihn zu einer verhängnisvoll falschen außenpolitischen Lagebeurteilung gelangen. Nach seiner Auffassung stand die Koalition seiner westlichen Gegner, insbesonders die der USA einerseits und Großbritannien anderseits mit Kanada, Australien und Neuseeland, kurz vor dem Zusammenbruch. Indem er eine ganze Reihe außenpolitischer Indikatoren falsch bewertete und zu einer von Illusionen bestimmten Gesamtbeurteilung zusammenfügte, kam er zu dem Schluß, es bedürfe nur noch eines über die Westalliierten hereinbrechenden empfindlichen Schlages, der den Zusammenbruch der Anti-Hitler-Koalition bewirken würde. Die Anglo-Amerikaner würden sich in ihre Heimatländer zurückziehen und das deutsche Reich würde in der Lage sein, den Abwehrkampf im Osten gegen die drohende Bolschewisierung Europas erfolgreich zu beenden. Eine solche Erschütterung der politischen Balance der Westmächte konnte nach Hitlers Auffassung nur in einem überragenden militärischen Erfolg, in einer überraschenden, zerschmetternden Großoffensive an der Westfront bestehen. Die letzten Reserven der Wehrmacht und des Volkes waren hierfür zu mobilisieren, alles musste auf eine Karte gesetzt, der mögliche Untergang des Reiches in Kauf genommen werden. Die Grundidee der Ardennenoffensive war damit im Bewusstsein Hitlers geboren. Alle verfügbaren Akten weisen darauf hin, dass er allein es war, der auf den Gedanken kam, in der ihm eigenen nihilistischen Einstellung das Vabanquespiel zu wagen und den Versuch zu unternehmen, mit letztem und rücksichtslosem Einsatz eine Wende des längst verlorenen Krieges herbeizuführen. Nicht etwa ein militärischer Endsieg war ins Auge gefasst. Vielmehr sollte mit dem Schock einer erfolgreichen deutschen Offensive in der westlichen Öffentlichkeit die Basis für die Akzeptanz einer politischen Beendigung des Krieges geschaffen werden.
Allerdings gab es auch - zumindest aus Hitlers Sicht - rationale Gründe, einen letzten Versuch im Westen zu wagen. Im Osten hatte trotz ungleich günstigerer Voraussetzungen schon 1941 keinen entscheidenden Sieg gegeben. Im Westen waren die Entfernungen kürzer und die Verkehrsverhältnisse günstiger. Außerdem schätzte Hitler die Kampfmoral der westlichen Allierten geringer als die der Russen ein. Wenn überhaupt, gab es nur hier eine Chance.
Nichts zu unternehmen, kam für Hitler einer Kapitulation gleich.
Die Planung der Offensive
Seine Idee, die bei ihm bereits unumstößlicher Entschluss geworden war, teilte Hitler am 19. August 1944 dem Chef des Wehrmachtführungsstabes, Generaloberst Jodl, mit. Ohne näher auf Raum und Ziel der Offensive einzugehen, befahl er Jodl, sich auf den Einsatz von etwa 25 Divisionen im November einzustellen. Bald darauf liefen, veranlasst durch das OKW, die ersten organisatorischen Maßnahmen unter größter Geheimhaltung an. Am 16. September verkündetete Hitler im kleinen Kreis des OKH seinen Führerentschluss, mit etwa 30 neuen Volksgrenadier- und Panzerdivisionen aus den Ardennen heraus einen tiefen operativen Stoß mit dem Ziel Antwerpen zu führen. Hitler war die relativ dünne Besetzung des Ardennen-Raums durch amerikanischen Truppen bekannt. Er wollte eine Schlechtwetterperiode nutzen, um damit die feindliche Luftüberlegenheit auszugleichen. Bei der Wahl des Angriffsschwerpunktes zwischen Monschau und Echternach spielte offenbar die Erinnerung an die grandiosen Erfolge des Sichelschnittplans im Mai 1940 eine nicht unerhebliche Rolle.
Die Durchführung der Offensive
Der Angriffszeitpunkt wurde während einer winterlichen Schlechtwetterphase gewählt, um die Offensive möglichst unbedrängt von der allgegenwärtigen Vorherrschaft der alliierten Luftstreitkräfte durchführen zu können. Die Operation wurde unter größter Geheimhaltung geplant, so dass teilweise selbst höhere Offiziere der eigenen Truppen ursprünglich nichts von den genauen Angriffsplänen wussten.
Ähnlich wie bereits 1940 sollten sich deutsche Panzertruppen den Weg durch das unwegsame Gelände der Ardennen bahnen und die Alliierten zurückwerfen. Eines der Hauptangriffsziele war die Hafenstadt Antwerpen, die für die Alliierten für ihren Nachschub von großer Bedeutung war. Zuerst sollte ein Vorstoß bis zur Maas gelingen, um von dort aus über Lüttich dem Albertkanal folgend Antwerpen zu erreichen. Zugleich bestand die operative Absicht darin, einen Keil zwischen die britischen und amerikanischen Truppen im Raum Aachen und Maastricht zu treiben, um diese sodann zu vernichten. Die Ardennen als Ziel einer umfassenden Gegenoffensive waren tatsächlich gut gewählt. Einige der amerikanischen Einheiten in diesem Gebiet waren in ihrer Kampffähigkeit eingeschränkt, da das Ardennengebiet von den Amerikanern als "Vorbereitungsgebiet" für neue, unerfahrene Einheiten bzw. als "Erholungsraum" für geschwächte Truppenteile, die eine "Ruhepause" nach der Schlacht um Hürtgen (Allerseelenschlacht) benötigten, genutzt wurde.
Insgesamt standen an diesem Frontabschnitt nur mehr als 4 U.S.-Divisionen. Von der amerikanische Seite wurde die Offensivfähigkeit der Deutschen zu diesem Zeitpunkt generell nur noch als gering eingeschätzt und mit einer Offensive in den Ardennen wurde am wenigsten gerechnet. Zudem waren die Alliierten nach der misslungenen Operation Market Garden im September 1944 mit ihren eigenen Offensivvorbereitungen nördlich und südlich der Ardennen beschäftigt. Der militärische Nachrichtendienst der Alliierten konnte aus den durchaus vorhandenen Einzelbausteinen, die auf eine geplante, große Operation der Deutschen hindeuteten (Berichte von Truppenverlegungen, einzelne Aussagen von Kriegsgefangenen höherer Ränge, abgehörte Funksprüche etc.) nicht das entsprechende "Gesamtbild" ableiten und war nicht in der Lage, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.
Zur Unterstützung der Offensive wurden zwei weitere Kleinunternehmen durchgeführt:
Unternehmen Greif war der Deckname für ein Kommando deutscher Soldaten unter dem Befehl von Otto Skorzeny. Die perfekt englisch sprechenden Soldaten tarnten sich mit Uniformen der US- amerikanischen Armee und trugen die Erkennungsmarken Gefallener oder Gefangener Amerikaner. Die Soldaten wurden in drei Infanterie-, vier Panzer-, zwei Nachschub- und drei Panzerjägerregimentern zusammengefasst, die mit Panzern und Waffen aus alliierten Beutebeständen ausgestattet werden sollten. Doch an der Ausstattung mit schweren Waffen mangelte es erheblich. Von den 25 versprochenen Sherman- Panzern erhielt die Truppe gerade mal 2.
Die Aufgabe der Soldaten vom "Greif-Kommando" war hauptsächlich, Verwirrung hinter den feindlichen Linien zu stiften, doch sollten sie auch mehrere Brücken über die Maas zwischen Namur und Lüttich besetzen.
Das Unternehmen Stösser war eine Luftlandeaktion, in deren Umfang in der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember 1.300 Fallschirmjäger unter der Führung von Friedrich August von der Heydte 11 Kilometer nördlich von Malmedy abspringen und eine wichtige Nachschubroute der Amerikaner blockieren sollten. Aufgrund eines starken Schneesturms erreichte allerdings nur ca. ein Fünftel der Truppe die Landungszone, die übrigen Fallschirmjäger landeten über das gesamte Gebiet der Ardennen verteilt.
Der gelungene Überraschungscoup konnte zunächst von der deutschen Armee in beträchtliche Anfangserfolge umgemünzt werden. Die amerikanischen Frontstellungen waren in Auflösung begriffen, eine ungeordnete Rückzugsbewegung unter teilweisem Verzicht auf Waffen und Material setzte ein. Allerdings erkannte das amerikanische Oberkommando unter General Dwight D. Eisenhower die drohende Gefahr und die strategische Bedeutung der Lage sofort und handelte unverzüglich. Kompetenzen für einzelne Truppenteile wurden verschoben, der britische General Bernard Montgomery erhielt das Kommando über alle amerikanischen Truppenteile nördlich des deutschen Vorstosses, der amerikanische General Omar Bradley jenes über die Truppenteile südlich davon. Gleichzeitig wurde sofort ein Teil der strategischen Reserve, die 82. und die 101. US-Luftlandedivision mobilisiert und selbst noch in England wurden die Ersatztruppenlager in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Weiterhin ordnete Eisenhower an, dass General George S. Patton mit seiner 3. Armee, die im Süden vor dem Saarland stand, einen Linksschwenk nach Norden vornehmen sollte, um die vorstossenden deutschen Truppen an ihrer südlichen Flanke anzugreifen. Gegen die Spitze der deutschen Angreifer wurde eiligst die 101. US-Luftlandedivision unter General Anthony McAuliffe geworfen, die in Bastogne, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in den belgischen Ardennen, ihre Defensivposition einnahm. Den deutschen Angriffskräften gelang in weiterer Folge die Einkesselung der Stadt Bastogne. Die deutsche Angriffsspitze näherte sich bis auf 9 km der Maas bei Dinant. Allerdings konnte die 101. US-Luftlandedivision die Stadt gegen die lokal vorhandene deutsche Übermacht halten (Dauer der Einkesselung vom 21. Dezember 1944 bis zum 13. Januar 1945) und die Stadt blieb ein Dorn im Auge der deutschen Angriffsbemühungen. Der von Süden angreifenden 3. Armee von General Patton gelang es dann, unterstützt durch das Wiedererlangen der amerikanischen Luftherrschaft in Folge der Wetterbesserung, die Stadt zu befreien und die erschöpften Truppen der 101. US-Luftlandedivison zu entsetzen. Die in der Zwischenzeit wieder zum Tragen gekommene Materialüberlegenheit der US-Amerikaner ließ schließlich den deutschen Angriff zusammenbrechen.
Nach Weihnachten klarte das Wetter wieder zunehmend auf und die Alliierten konnten ihre Lufthoheit wieder vermehrt ausnutzen. Am 1. Januar 1945 wurde deshalb das Unternehmen Bodenplatte durchgeführt. Dies war der letzte grosse Luftangriff der deutschen Luftwaffe, durch den der Wehrmacht die Fortsetzung der Ardennenoffensive ermöglicht werden sollte. Unter strengster Geheimhaltung griffen hunderte deutscher Flugzeuge mehrere alliierte Flugstützpunkte in Belgien an, um soviele alliierte Flugzeuge, Hangars und Startbahnen wie möglich zu zerstören oder zu beschädigen. 465 alliierte Flugzeuge wurden bei dem Angriff zerstört oder beschädigt. Durch Gegenangriffe alliierter Flugzeuge und unerwartet starke FLAK-Gruppierungen verloren die deutschen allerdings ebenfalls 277 Flugzeuge (62 durch alliierte Flugzeuge, 172 durch alliierte und deutsche FLAK). Aufgrund der hohen Geheimhaltungsstufe wusste selbst das deutsche FLAK-Personal nicht Bescheid und eröffnete das Feuer auf die eigenen Flugzeuge bei deren Rückkehr. Das Unternehmen Bodenplatte war insgesamt gesehen ein Fehlschlag, da die Alliierten aufgrund ihres starken Rüstungspotentials ihre Verluste leicht ausgleichen konnten, während sich die Luftwaffe von den erlittenen Verlusten nicht mehr erholte.
Die Ardennenoffensive endete offiziell am 21. Januar 1945, obschon einige Ortschaften in den Ostkantonen erst im Februar 1945 befreit wurden.
Insgesamt waren etwas über eine Million Soldaten an der Schlacht beteiligt, was sie zu der größten Landschlacht des Zweiten Weltkrieges mit amerikanischer Beteiligung machte. Sie wird von den Amerikanern als "Battle of the Bulge" bezeichnet (von engl. bulge: Ausbuchtung, Beule, nach der Ausbuchtung des Frontverlaufs Richtung Westen). Der Verlust an Leben, Panzern, Kampfflugzeugen und Treibstoff beschleunigte den Untergang des Deutschen Reichs merklich, die Operationsfähigkeit in großem Stil war für die deutsche Armee an der Westfront nach dem Zusammenbruch der Offensive nicht mehr gegeben.
Die Panzerverbände, die nach dieser Offensive noch genügend Kampfkraft hatten, warf man nochmals an die Ostfront, um dort zu versuchen, Budapest von der russischen Belagerung zu entsetzen.
Bereits in der Anfangsphase der Schlacht ereignete sich das Kriegsverbrechen von Baugnez bei Malmedy, wo ca. 80 bis 90 amerikanische Kriegsgefangene von deutschen Soldaten erschossen wurden. Mindestens zwei weitere derartigen Massenerschiessungen gab es noch bei Honsfeld (19 amerikanische Gefangene erschossen) und bei Büllingen (50 erschossen). Untrennbar mit diesen Kriegsverbrechen verbunden ist der Name des Anführers einer Kampfgruppe der 1. SS-Panzerdivision Leibstandarte Adolf Hitler, SS-Obersturmbannführer Jochen Peiper. Nach Kriegsende wurde eine Anzahl beteiligter Waffen-SS-Angehöriger vor Gericht gestellt (Malmedy-Prozess).
Verfilmung
Die Ardennenoffensive wurde 1965 unter dem Titel Die letzte Schlacht verfilmt.
Der Spielfilm .
Die Folge 'Bastogne' und 'The Breaking Point' der preisgekrönten Miniserie Band of Brothers.
Literatur
- John Toland: Ardennenschlacht 1944, Eduard Kaiser Verlag, 1960.
- Hugh M. Cole: The Ardennes: Battle of the Bulge. Office of the Chief of Military History, Dep. of the Army, Washington, 1965.
- Peter Elstob: Hitlers letzte Offensive, List-Verlag, 1972, ISBN 3471774068
- Hermann Jung: Die Ardennen- Offensive 1944/45. Ein Beispiel für die Kriegführung Hitlers, 1992.
- Gerd J. Gust Cuppens: Was wirklich geschah (Baugnez). Malmedy, 17. Dezember 1944. Die Kampfgruppe Peiper in den Ardennen, Grenz-Echo-Verlag, Eupen, 1989, 160 S., ISBN 905433097X
- Hugh M. Cole: The Ardennes. Battle of the Bulge (United States Army in World War II. The European Theater of Operation) Washington 1965
- William C.C. Cavanagh: The Battle of the Twin Villages, 1986
Weblinks
- http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/kriegsverlauf/ardennenoffensive/
- http://www.wk-2.de/ardennenoffensive.html
- http://www.isidore-of-seville.com/bulge/
- http://www.zvs.be/Veranstaltungen/Ausfahrten/2004/rundfahrt_2.htm
Kategorie:Zweiter Weltkrieg (Operation)
Kategorie:1944
Kategorie:1945
ja:バルジの戦い
ms:Pertempuran Bulge
GedenkstätteAls Gedenkstätte bezeichnet man einen Ort mit einem starken Bezug zu einem traurigen Ereignis oder einer Person, der baulich oder gärtnerisch zu einem Denkmal oder Mahnmal umgestaltet wurde.
Kleine Gedenkstätten bestehen nur aus einer Gedenktafel, an großen sind häufig Museen angeschlossen. Viele Gedenkstätten in Deutschland finden sich in ehemaligen Konzentrationslagern.
Siehe auch
- Gedenken und Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus)
- Liste der Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus
Kategorie:Denkmal
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Politik und Weltgeschehen
- Umar ibn al-Chattab wird zum zweiten Kalifen der Muslime gewählt. Im Sommer gelingt ihm bei Adschnadain, südwestlich von Jerusalem, der erste größere Sieg über die byzantinischen Truppen. Das Gebiet der Ghassaniden und Palmyra fallen in arabische Hände. Im September steht Feldherr Al-Walid vor Damaskus.
- Der "Diwan", die Stammrolle der muslimisch-arabischen Armee, wird in Medina verfasst. Er regelt die Verteilung der Kriegsbeute aus dem byzantinischen Reich. Später wird er zum Inbegriff des gesamten arabischen Finanzwesens.
- Oswald von Northumbria, der im schottischen Exil gelebt hatte, gelingt in der Schlacht von Heavenfield der Sieg über Cadwallon ap Cadfan von Gwynedd. Daraufin kann Oswald das geteilte Northumbria unter seiner, nun wieder christlichen, Herrschaft wieder vereinigen.
- Beginn mehrjähriger Kriege zwischen Tibet und dem chinesischen Kaiserreich.
- Sophronios wird Patriarch von Jerusalem. Er ist vehementer Gegner der von Kaiser Herakleios vertetenen monotheletischen Lehre.
- Chlodwig II., merowingischer Frankenkönig († 657)
- um 634 Wilfrid - Erzbischof von York
- 23. August - Abdallah Abu Bakr, islamischer Kalif ( - 573)
- Cadwallon ap Cadfan, König von Gwynedd ( - um 591)
- Xieli Khagan, Herrscher der östlichen Göktürken, stirbt in chinesischer Gefangenschaft
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Benediktinerabtei St. Matthias (Trier)
St. Matthias ist ein Benediktinerkloster in Trier. Die Kirche der Abtei, eine romanische Basilika ist eine bedeutende Pilgerstätte. Hier wird seit dem 12. Jahrhundert das Grab des Apostel Matthias verehrt, nach dem auch die Abtei heute benannt ist (ursprünglich hieß sie St. Eucharius, nach dem ersten Trierer Bischof, dessen Grab sich in der Krypta befindet). In der Abtei ist das einzige Apostelgrab auf deutschem Boden und nördlich der Alpen zu finden. Sie trägt den Titel Basilica minor.
Geschichte
Von den Anfängen bis zur Aufhebung
In der heutigen Abtei St. Matthias lebten seit der Spätantike Mönche. Um 977 übernahm das Kloster die Benediktregel.
Seit dem 10. Jahrhundert werden hier die Gebeine der Begründer des Erzbistums Trier der Bischöfe Eucharius und Valerius aufbewahrt.
Valerius
Die Gebeine des Apostel Matthias sollen im Auftrag der Kaiserin Helena, Mutter des römischen Kaisers Konstantin I., nach Trier überführt worden sein. Im Jahre 1127 fand man bei Abrissarbeiten des Vorgängerbaus der Abtei, die Reliquien des Heiligen Matthias. Daraufhin setzten große Pilgerströme zur Abtei ein.
Reformbestrebungen in Folge des Konzils von Basel führten unter dem vom Ortsbischof als Abt eingesetzten Kartäuser-Prior Johannes Rode zur geistlichen und ökonomischen Erneuerung. St. Matthias erwies sich als Vorbild für andere Klöster, die Begründung einer Kongregation um die Abtei scheiterte jedoch. So kam es bis 1458 zum Anschluss an die 1446 gegründete Bursfelder Kongregation.
Die Reformation hinterließ kaum Spuren, Kriege und Plünderungen aber auch Konflikte mit Bischof oder Abt beeinträchtigten jedoch wiederholt die Entwicklung der Abtei. So wurde der letzte Abt vor der Aufhebung seines Amtes im Jahre 1783 enthoben. Fortan lag die Leitung bei einem Prior. In den Wirren der französischen Revolution, die auch auf das Deutsche Reich übergriffen, verließ der Konvent zeitweise die Abtei. Von 1794 bis 1802 lebten die Brüder im Mattheiser Pfarrhaus. 1802 wurde das Kloster schließlich "unter die Hand der Nation gestellt" und säkularisiert. Der Kaufmann Christoph Philipp Nell erwarb den Kreuzgang sowie anliegende Gebäude und nutzte sie als Wohnhaus bzw. für landwirtschaftliche Zecke. Damit konnte der Komplex erhalten werden, und der Abtei blieb das Schicksal vieler anderer Klöster, der Abriss, erspart.
Neugründung und Gegenwart
Nach mehreren Versuchen im 19. Jahrhundert, das Kloster neu zu beleben, zogen nach dem 1. Weltkrieg Mönche aus der Abtei Seckau, die zur Beuroner Kongergation gehörte, in das Mattheiser Pfarrhaus. Am 22. Oktober 1922 wurde der Gebäudekomplex wieder als Abtei geweiht und erste Benediktinermönche zogen ein. Sie schlossen sich der Beuroner Kongregation an. 1941 hob die nationsalsozialistische Regierung den Konvent auf, und die Mönche gingen nach Maria Laach. Nach ihrer Rückkehr 1945 kam es zu Konflikten wegen der nun vom Orden unabhängigen Pfarrei St. Matthias; für den Orden bedeutete die Pfarrseelsorge immer auch eine ökonomische Grundlage durch die damit vebundenen sicheren Einnahmen. Dem empfohlenen Bezug der Abtei im saarländischen Tholey kam einige Mönche nach, andere widersetzten sich. So teilte sich der Konvent. Die in St. Matthias verbliebenen Brüder wurde kongregationsfrei, was bis bis in 1980er Jahre hinein so bleiben sollte. Seit 1981 gehören sie der "Kongregation von der Verkündigung der seligen Jungfrau Maria (Congregatio Annuntiationis BMV)" an.
Die Abtei ist seit 1991 mit dem 1972 wieder begründeten Priorat Kloster Huysburg (Sachsen-Anhalt) verbunden. Seit September 2004 bilden beide Klöster einen gemeinsamen Konvent, so dass unter anderem der Abt von beiden Konventen gemeinsam gewählt wird.
Neben den Aufgaben in der Pfarrseelsorge, derzeit gehören rund 10.000 Katholiken zu den Mattheiser Pfarreien, und der Wallfahrtspastoral widmet sich die Gemeinschaft dem ökumenischen Gespräch.
Von 1981 bis 2005 stand Ansgar Schmidt als Abt an der Spitze der Gemeinschaft. Nach seiner Wahl zum Abtpräses der Kongregation verzichtete er auf eine erneute Kandidatur. Im September wählte die Gemeinschaft Ignatius Maaß zu seinem Nachfolger. Der neue Abt ernannte Matthias Vogt zum neuen Prior. Die Bendiktion fand am 22. Oktober 2005 statt.
Derzeit leben 21 Mönche (Stand: August 2005) in der Abtei.
In der Basilika wird auch die so genannte Kreuz-Reliquie aufbewahrt. Allerdings wird sie nur selten der Öffentlichkeit präsentiert und befindet sich in einem gesicherten Raum im Seitenflügel der Basilika. Die Kreuz-Reliquie ist ein Goldenes Kreuz, das Stücke des Holzkreuzes enthalten soll, an dem Christus gekreuzigt wurde.
Reliquie
Reliquie
Der Tagesablauf der Mönche
05.45 Uhr Matutin und Laudes
06.30Uhr Tagesbesprechung;
anschließend Zeit zur persönlichen Verfügung und Gelegenheit zum Frühstück
08.00 Uhr Arbeitszeit
12.15 Uhr Sext
12.30 Uhr Stille Zeit
13.00 Uhr Mittagessen
14.30 Uhr Arbeitszeit
18.15 Uhr Vesper und Eucharistiefeier
19.15 Uhr Abendessen
20.00 Uhr Komplet
20.15 Uhr Zeit zur persönlichen Verfügung
Eine Ausnahme bildet der Donnerstag, an dem um 20.00 Uhr normalerweise eine Versammlung der Gemeinschaft stattfindet. Dadurch verschiebt sich die Komplet auf 21.00 Uhr. Zudem wird in regelmäßigen Abständen die Ordnung des Alltags überprüft, um sie wechselnden Bedürfnissen und Gegebenheiten anzupassen.
Beziehungen zu anderen Gemeinschaften
- Abtei St. Scholastika: Eine tiefere Verbundenheit besteht mit der Abtei St. Scholastika in Dinklage, einer benediktinischen Frauengemeinschaft. Beide Gemeinschaften stützen einander in der gemeinsamen Berufung zum Mönchtum und helfen sich auch gegenseitig.
- Community of the Resurrection: St. Matthias steht mit der anglikanischen Gemeinschaft von der Auferstehung (Community of the Resurrection, Mirfield in England) in einer Partnerschaft. Zur Pflege dieser Beziehungen gehört ein jährlicher Besuch einer Delegation in beiden Gemeinschaften bzw. ein Besuch aus beiden Gemeinschaften in St.Matthias.
- Benediktinerpriorat auf der Huysburg: Seit September 2004 bildet St. Matthias mit den Brüdern des Priorates auf der Huysburg in der Nähe von Halberstadt eine Gemeinschaft.
- St. Matthias gehört zur Kongregation von der Verkündigung der seligen Jungfrau Maria (Congregatio Annuntiationis BMV); der derzeitge Abtpräses ist der frühere Abt von St. Matthias, Bruder Ansgar Schmidt (Stand Sep. 2005)
Weblinks
- [http://www.abteistmatthias.de Homepage der Abtei St. Matthias]
- [http://www.trierpilger.de Wallfahrt zum Apostelgrab in Trier]
- [http://www.smb-buettgen.de Seit ca. 900 Jahren haben Pilger ihre Spuren auf dem geschichtsträchtigen Weg nach Trier hinterlassen]
- [http://atlas.osb-international.info/atlas_congr.php?congr=Annunt Verzeichnis der zur Kongregation von der Verkündigung B.M.V. gehörenden Klöster]
Kategorie:Trier
Kategorie:Kirchengebäude in Rheinland-Pfalz
St. Mattthias
Trier Matthias
Abtei von PrümDie Fürstabtei Prüm des Benediktinerordens in Prüm (Eifel-Ardennen) wurde 721 von Bertrada der Älteren, der Schwiegermutter Pippins des Jüngeren gestiftet, aber erst 752 von König Pippin und seiner Frau Bertrada der Jüngeren, der Mutter Karls des Großen, tatsächlich gegründet. Die Abtei war stets eng verbunden mit der Familie der Karolinger und genoss deren besondere Gunst. Möglicherweise wurde Karl der Große hier geboren. Nach seiner Abdankung als Kaiser verbrachte Lothar I. in Prüm die letzten Jahre seines Lebens und wurde hier beerdigt.
Lothar I.]]
Der Streubesitz der Abtei war riesig und reichte bis zur Bretagne und zur Rhône. Ungezählte Orte unter anderem in der Eifel und an der Ahr, auf dem Taunus, in der Umgebung von St. Goar, in Frankreich, Belgien und den Niederlanden sind im Güterverzeichnis der Abtei, dem Prümer Urbar, (zum Teil erstmals) urkundlich erwähnt.
Um den weitläufigen Besitz zu verwalten, waren der Abtei Prüm Vogteien und Filialklöster unterstellt, unter anderem: Revin (Frankreich), Güsten bei Jülich, Münstereifel, Kesseling an der Ahr und Altrip.
Berühmt war die Abtei auch aufgrund ihrer Klosterschule. In Prüm lebten unter anderem St. Markward, der Berater Ludwigs des Frommen, die heiliggesprochenen Ado von Vienne, Ansbald und Hungerus Frisius sowie der Dichter Wandalbert.
Der mittelalterliche Geschichtsschreiber Regino war Abt von Prüm.
Außer Lothar I. verbrachten auch andere Karolinger mehr oder weniger freiwillig einige Zeit in der Abtei:
- Pippin der Bucklige (Sohn Karls des Großen) † 811 in Prüm
- Karl der Kahle wurde als Zehnjähriger für eine Weile nach Prüm verbannt
- Hugo (Sohn Lothars II.) † 895 in Prüm,
1222 wurde die Abtei Prüm von Kaiser Friedrich II. zum Fürstentum erhoben. 1576 kam die Abtei zum Kurstaat Trier.
Äbte von Prüm
- Angloardus 720-765
- Assuerus 765-810
- Dankrad 810-829
- Markquard von Bouillon 829-853
- Egilo 853-860
- Ansbald von Luxemburg 860-886
- Farabert I. 886-893
- Regino de Hauterive 893-899
- Richar de Hainault 899-921
- Ruotfried 921-935
- Farabert II. von St. Paul 935-947
- Ingelram von Limburg 947-976
- Eberhard von Salm 976-986
- Childerich 986-993
- Stephan von Saffenberg 993-1001
- Udo von Namur 1001-1003
- Immo von Sponheim 1003-1006
- Urold von Thaun 1006-1018
- Hilderad von Burgund 1018-1026
- Ruprecht von Arberg 1026-1068
- Rizo aus Jülich 1068-1077
- Wolfram von Bettingen 1077-1103
- Poppo de Beaumont 1103-1119
- Lantfried von Hessen 1119-1131
- Adalbero 1131-1136
- Gottfried I. von Hochstaden 1136-1155
- Rother von Malberg 1155-1170
- Robert I. von Kleve 1170-1174
- Gregor I. aus Geldern 1174-1184
- Gerard de Vianden 1184-1212
- Caesarius von Mylendonck 1212-1216
- Kuno von Ahr 1216-1220
- Friedrich I. von Fels 1220-1245
- Gottfried II. von Blankenheim 1245-1274
- Walter von Blankenheim 1274-1322
- Heinrich I. von Schönecken 1322-1342
- Diether von Katzenelnbogen 1342-1350
- Johann I. Zandt von Merk 1350-1354
- Dietrich von Kerpen 1354-1397
- Friedrich II. von Schleiden 1397-1427
- Heinrich II. von Are-Hirstorff 1427-1433
- Johann II. von Esche 1433-1476
- Robert II. von Virneburg 1476-1513
- Gregor II. von Homburg 1513
- Wilhelm von Manderscheid-Kayl 1513-1546
- Christoph von Manderscheid-Kayl 1546-1576
Literatur
- Haubrichs, Wolfgang: Die Kultur der Abtei Prüm zur Karolingerzeit, 1979.
- Knichel, Martina: Geschichte des Fernbesitzes der Abtei Prüm in den heutigen Niederlanden, in der Picardie, in Revin, Fumay und Fépin sowie in Awans und Loncin. 1987. (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte Bd. 65)
- Althoff, Gerd: Die Beziehungen zwischen Fulda und Prüm im 11. Jahrhundert, in: Karl Schmid (Hrsg.), Die Klostergemeinschaft von Fulda im früheren Mittelalter 2.2 (= Münstersche Mittelalter-Schriften 8) München 1978, S. 888-930.
Siehe auch: Teilung von Prüm, Sandalen Christi, Prümer Urbar
Prüm
Prüm
Kategorie:Ort der Provinz LuxemburgLuxemburg
Føroysk kongarekkjaVanliga verður sagt, at Føroyar gjørdust norskt skattland í 1035, so tá fingu Føroyar sín fyrsta kong. Norska kongarekkjan er ikki eins neyv og hin danska. Onkur tíðarskeið eru meir enn ein kongur, onkuntíð tí fleiri eru útnevndir kongar í senn, onkuntíð tí fleiri gera krav uppá at vera kongur í senn. Ilt er at siga hvat samband føroyingar hava havt við kong í fyrstuni, men neyvari listi kann neyvan gerast.
Øll nøvnini eru skrivað á føroyskum m.a. orsakað av at norsku og donsku stavingarnar ikki altíð samsvara. Heldur enn at velja aðra av teimum er hin føroyska nýtt.
Hárfagraættin og laðajallarnir
- Magnus I (Ólavsson) Góði 1035 - 1047
- Haraldur III (Sjúrðarson) Harðráði 1045 - 1066
- Magnus II Haraldsson 1066 - 1069
- Ólavur III (Haraldsson) Kyrri 1067 - 1093
- Hákun Magnusson Tórifostri 1093 - 1095
- Magnus III (Ólavsson) Berføtti 1093 - 1103
- Ólavur Magnusson 1103 - 1115
- Oystein I Magnusson 1103 - 1123
- Sjúrður I (Magnusson) Jorsalafari 1103 - 1130
- Magnus IV (Sjúrðarson) Blindi 1130 - 1135
- Haraldur IV (Magnusson) Gilli 1130 - 1136
- Sjúrður II Munn 1136 - 1155
- Ingi I (Haraldsson) Krókryggur 1136 - 1161
- Oystein II Haraldsson 1142 - 1157
- Hákun II (Sjúrðarson) Herðabreiði 1157 - 1162
- Magnus V Erlingsson 1161 - 1184
Sverrisættin
- Sverri Sjúrðarson 1177 - 1202
- Hákun III Sverrisson 1202 - 1204
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